Édouard Philippe hält trotz russischer Drohungen an seiner Reise nach Kiew fest.
Édouard Philippe hält trotz russischer Drohungen an seiner Reise nach Kiew fest.

Präsidentschaftskandidat Édouard Philippe wird trotz der jüngsten Drohungen Russlands gegen die ukrainische Hauptstadt am Dienstag in Kiew erwartet. Der ehemalige französische Premierminister und Bürgermeister von Le Havre soll am Internationalen Gipfeltreffen der Städte und Regionen teilnehmen, das von den ukrainischen Behörden organisiert wird.

Der Leiter von Horizons veröffentlichte am Montagabend ein Video vom Bahnhof Chelm in Ostpolen, in dem er erklärte, er reise mit dem Nachtzug nach Kiew. Édouard Philippe betonte, er wolle damit die Solidarität der europäischen Gemeinschaften mit der Ukraine angesichts der russischen Offensive demonstrieren.

Moskau fordert Ausländer auf, Kiew zu verlassen

Diese Reise findet inmitten erhöhter Sicherheitsspannungen nach mehreren schweren Bombenanschlägen in Kiew in den letzten Tagen statt. Laut ukrainischen Behörden kamen bei diesen Angriffen am Wochenende mindestens vier Menschen ums Leben und rund hundert wurden verletzt.

Die russische Diplomatie forderte am Montag ausländische Staatsangehörige und diplomatisches Personal in der ukrainischen Hauptstadt auf, die Stadt „so schnell wie möglich“ zu verlassen. Das russische Außenministerium erwähnte außerdem künftige Angriffe auf „Entscheidungszentren“ und Infrastruktur innerhalb des ukrainischen militärisch-industriellen Komplexes.

Philippes Lager vollzieht einen symbolischen Wandel.

Édouard Philippes Umfeld beteuert, dass diese Reise kein leichtsinniges Risiko darstelle, sondern auf eine offizielle Einladung der ukrainischen Behörden zurückzuführen sei. Der Bürgermeister von Le Havre hatte die Ukraine seit Beginn des Konflikts bereits mehrmals besucht.

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha appellierte seinerseits an die westlichen Partner Kiews, sich nicht „der russischen Erpressung zu beugen“ und ihre militärische und politische Unterstützung für die Ukraine angesichts der eskalierenden russischen Angriffe fortzusetzen.

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