Eine überparteiliche Gruppe von US-Senatoren hat am Freitag einen Gesetzentwurf eingebracht, der auf eine Ausweitung der Sanktionen gegen den russischen Energiesektor abzielt. Dabei geht es insbesondere um eine Flotte alter Tanker, die im Verdacht stehen, Moskau bei der Umgehung bestehender Beschränkungen zu unterstützen.
getauft „SHADOW Fleets Act“ (Sanktionshäfen und Sanktionsumgeher des Westens) zielt der Text darauf ab, den amerikanischen Behörden neue Instrumente an die Hand zu geben, um Schiffe zu identifizieren und zu sanktionieren, die außerhalb der traditionellen Kanäle für Russland operieren und zu der von den Abgeordneten als „Geisterflotte“ bezeichneten Flotte gehören.
Den Autoren des Gesetzentwurfs zufolge spielt diese Flotte eine entscheidende Rolle bei der Aufrechterhaltung der russischen Ölexporte, die wiederum eine wichtige Finanzierungsquelle für den Krieg in der Ukraine darstellen. Der Gesetzentwurf sieht die Erstellung einer Liste von Indikatoren zur Identifizierung der beteiligten Schiffe vor. Im Falle einer Übertragung mit einem bereits sanktionierten Schiff soll eine strikte Haftung eingeführt werden.
Die Initiative wird gefördert durch Jim Risiko, republikanischer Senator aus Idaho und Vorsitzender des Ausschusses für Auswärtige Beziehungen, sowie von Jeanne Shaheen, Demokrat aus New Hampshire, zusammen mit sieben weiteren Senatoren beider Parteien.
Dieser Vorschlag kommt, als der Präsident Donald Trump Die russische Regierung erklärte, sie wolle den Druck auf die Länder erhöhen, die russisches Öl kaufen, um Moskaus Einnahmen zu schwächen. Sollte sie angenommen werden, könnte sie den russischen Kohlenwasserstoff-Seetransport, der bereits seit 2022 internationalen Sanktionen unterliegt, weiter erschweren.