Nach Maduros Verhaftung durch Washington präsentiert sich die venezolanische Regierung trotz der Unsicherheit als geeinte Front (AP).
Nach Maduros Verhaftung durch Washington präsentiert sich die venezolanische Regierung trotz der Unsicherheit als geeinte Front (AP).

Die venezolanische Regierung bekräftigte am Sonntag ihre uneingeschränkte Unterstützung für Präsident Nicolás Maduro, der bei einer nächtlichen Razzia der USA in Caracas festgenommen wurde. Diese Operation hat das Land in tiefe politische Unsicherheit gestürzt. Die Behörden betonen, dass der Staatsapparat trotz der Inhaftierung des Präsidenten weiterhin normal funktioniere.

Laut US-Beamten wurde Nicolás Maduro in ein New Yorker Gefängnis verlegt, wo er am Montag wegen Drogenhandels angeklagt und vor Gericht erscheinen soll. Der US-Präsident Donald Trump erklärte, die Vereinigten Staaten würden die Kontrolle über Venezuela übernehmen, bis ein politischer Übergang herbeigeführt sei, nachdem sie Maduros Ausweisung aus dem Land angeordnet hätten.

In Caracas sind die Verbündeten des gefangengenommenen Präsidenten jedoch weiterhin an der Macht. Die ranghöchsten Vertreter des Chavista-Regimes haben die Verhaftung von Nicolás Maduro und seiner Frau verurteilt. Cilia Floresdie sie als „Entführung“ bezeichnen, während sie gleichzeitig behaupten, die Kontinuität der Regierung aufrechtzuerhalten.

In einer von der Vereinigten Sozialistischen Partei Venezuelas (PSUV) veröffentlichten Audiobotschaft erklärte der Innenminister: Diosdado Cabello Er rief zu Ruhe und Einigkeit auf. „Hier ist die Einheit der revolutionären Kräfte mehr als gewährleistet, und hier gibt es nur einen Präsidenten, dessen Name Nicolás Maduro Moros ist. Niemand soll in die Falle der Provokationen des Feindes tappen“, sagte er.

Die am Samstag veröffentlichten Bilder eines gefesselten und mit verbundenen Augen versehenen Mannes, der als Nicolás Maduro identifiziert wurde, haben viele Venezolaner schockiert. Diese Verhaftung wird von mehreren Beobachtern als die umstrittenste Intervention Washingtons in Lateinamerika seit der Invasion Panamas vor 37 Jahren bezeichnet.

Trotz der Besorgnis angesichts der aktuellen Ereignisse blieb es laut Augenzeugen in den Straßen der Hauptstadt ruhig. Venezuelas politische Zukunft ist weiterhin ungewiss, da sich das ölreiche Land inmitten einer beispiellosen institutionellen und diplomatischen Krise befindet.