Der Hedgefonds des 24-jährigen KI-Wunderkinds Leopold Aschenbrenner erlebte einen drastischen Vermögensverlust von 45 Milliarden auf 10 Milliarden Dollar innerhalb von weniger als einem Monat. Der Hedgefondsriese Citadel beeilte sich, die Anteile mit einem Preisnachlass aufzukaufen.
Er präsentierte sich als der „Nostradamus der KI“. Leopold Aschenbrenner, ein 24-jähriger Deutscher, der zuvor bei OpenAI und anschließend beim FTX Future Fund, dem gemeinnützigen Arm von Sam Bankman-Frieds betrügerischem Krypto-Imperium, gearbeitet hatte, schaffte es vor etwa zwei Jahren, beträchtliche Summen für die Gründung seines eigenen Hedgefonds einzuwerben. Und das ohne jegliche Vorkenntnisse im Investmentmanagement.
Seine Strategie basierte auf gehebelten Wetten auf Unternehmen im Bereich der künstlichen Intelligenz. Solange der Sektor boomte, waren die Renditen spektakulär. Dann brachen die Kurse ein, und der Fonds namens Situational Awareness folgte diesem Beispiel. Sein Vermögen, das Anfang Juli noch 45 Milliarden Dollar betrug, sank innerhalb weniger Wochen auf rund 10 Milliarden Dollar.
Der Kursverfall erfolgte so rasant, dass die Liquidation in weniger als 24 Stunden abgeschlossen war. Der von Ken Griffin verwaltete Citadel-Fonds kontaktierte Aschenbrenner nach einem direkten Austausch und kaufte anschließend alle Positionen zu einem reduzierten Preis auf, so eine mit dem Vorgang vertraute Quelle, die anonym bleiben wollte.
Dieses Szenario erinnert an Episoden, die man bereits an der Wall Street und im Silicon Valley erlebt hat, wo die anfängliche Begeisterung für einen vielversprechenden jungen Investor schnell verfliegt, sobald sich die Märkte drehen. „Jeder ist immer auf der Suche nach dem nächsten Wunderkind“, fasst ein Branchenveteran zusammen. „Es passiert immer wieder.“
Darüber hinaus könnten die Benzinpreise in Großbritannien ihren höchsten Stand des Jahres erreichen. Der Automobilclub AA rechnet mit einem Überschreiten der im Mai verzeichneten Schwelle von 159,7 Pence pro Liter, da die Spannungen im Nahen Osten auf die US-Angriffe gegen den Iran zurückzuführen sind.
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