Beim Gipfeltreffen in Neu-Delhi forderten 86 Länder eine „sichere und vertrauenswürdige“ künstliche Intelligenz.
Beim Gipfeltreffen in Neu-Delhi forderten 86 Länder eine „sichere und vertrauenswürdige“ künstliche Intelligenz.

Zum Abschluss eines internationalen Gipfeltreffens zur künstlichen Intelligenz in Neu-Delhi verabschiedeten 86 Länder, darunter die USA und China, eine gemeinsame Erklärung für eine „sichere, vertrauenswürdige und robuste“ KI. Der Text betont die Notwendigkeit, das Vertrauen in diese Technologien zu stärken, um ihren wirtschaftlichen und sozialen Nutzen zu maximieren.

Die Unterzeichner betonen, dass das Potenzial künstlicher Intelligenz nur dann voll ausgeschöpft werden kann, wenn ihre Vorteile weltweit geteilt werden. Die Erklärung, die keine rechtsverbindlichen Verpflichtungen enthält, hebt freiwillige Initiativen hervor, insbesondere in den Bereichen internationale Zusammenarbeit und Bündelung von Forschungsressourcen.

Meinungsverschiedenheiten über die globale Governance

Der Gipfel verdeutlichte auch die Meinungsverschiedenheiten über die Regulierung von KI. Die Vereinigten Staaten lehnten die Idee einer verbindlichen globalen Governance ab, während der UN-Generalsekretär sich für eine stärkere menschliche Kontrolle durch eine eigens dafür eingerichtete wissenschaftliche Kommission aussprach. An den Diskussionen nahmen mehrere politische Führungskräfte und Vertreter der Technologiebranche teil, darunter der indische Premierminister Narendra Modi und Führungskräfte großer Digitalunternehmen.

Zu den diskutierten Themen gehörten die Auswirkungen von KI auf die Beschäftigung, der Energieverbrauch von Rechenzentren und gesellschaftliche Anwendungen, insbesondere im Bereich der mehrsprachigen Übersetzung. Trotz fehlender formeller Verpflichtungen glauben einige Experten, dass diese Erklärung als Grundlage für künftige, verbindlichere Rechtsrahmen dienen könnte.