Der Präsident der Nationalversammlung von Venezuela, Jorge RodriguezEr kündigte am Donnerstag die bevorstehende Freilassung einer beträchtlichen Anzahl venezolanischer und ausländischer Gefangener im Land an. Laut seinen Angaben sollen diese Freilassungen „innerhalb der nächsten Stunden“ erfolgen.
Diese von der venezolanischen Opposition regelmäßig geforderte Maßnahme wurde als „Friedensgeste“ präsentiert. Jorge Rodríguez stellte klar, dass diese Entscheidung einseitig von den Behörden getroffen worden sei und dass sie nicht Gegenstand einer vorherigen Vereinbarung mit anderen politischen oder internationalen Akteuren gewesen sei.
„Die bolivarische Regierung hat in Abstimmung mit den staatlichen Institutionen beschlossen, eine beträchtliche Anzahl venezolanischer und ausländischer Staatsangehöriger freizulassen, und diese Freilassungen sind bereits im Gange“, sagte der Parlamentspräsident in seiner Ansprache.
Es wurden weder Angaben zur genauen Anzahl der Betroffenen noch zur Nationalität der freizulassenden ausländischen Gefangenen gemacht. Auch die Kriterien für die Freilassungen wurden von den Behörden nicht erläutert.
Diese Ankündigung erfolgt in einem besonders angespannten politischen und sicherheitspolitischen Kontext, der durch tiefe interne Spaltungen und eine verstärkte Aufmerksamkeit der internationalen Gemeinschaft für die Situation in Venezuela gekennzeichnet ist.