„Alpine Scheidung“: Diese Frauen wurden mitten in ihrer Wanderung von ihren Partnern im Stich gelassen.
„Alpine Scheidung“: Diese Frauen wurden mitten in ihrer Wanderung von ihren Partnern im Stich gelassen.

Ein Phänomen, das als „Alpenscheidung“ bezeichnet wird, verbreitet sich nach der Veröffentlichung eines viralen TikTok-Videos rasant in den sozialen Medien. Darin erklärt eine junge Frau vor der Kamera, dass ihr Partner sie mitten in einer Wanderung im Yosemite-Nationalpark ohne Essen und Trinken im Stich gelassen hat, als die Nacht hereinbrach. Das Video wurde über zwanzig Millionen Mal aufgerufen und hat Tausende ähnlicher Berichte inspiriert.

In den Kommentaren schilderten viele Internetnutzer ähnliche Situationen, die sie bei Ausflügen in die Berge oder in die Wildnis erlebt hatten. Einige berichteten, stundenlang allein auf einem Wanderweg oder im Wald zurückgelassen worden zu sein und die Wanderung ohne Hilfe beenden zu müssen.

Ein Begriff, der seinen Ursprung in der Literatur hat und durch eine jüngste Tragödie wiederbelebt wurde.

Der Ausdruck „Alpenscheidung“ stammt aus einer satirischen Kurzgeschichte des schottischen Schriftstellers Robert Barr aus dem Jahr 1893, in der ein Mann plant, seine Frau während einer Alpenreise zu ermorden. In den sozialen Medien wird der Begriff heute verwendet, um Paare zu beschreiben, die sich bei Bergtouren gegenseitig im Stich lassen.

Das Phänomen ähnelt einem kürzlich aufgetretenen Fall in Österreich. Im Januar 2025 starb eine 33-jährige Wanderin an Unterkühlung, nachdem sie bei einer Bergtour allein gelassen worden war. Ihr Begleiter, der den Aufstieg fortsetzte, bevor er den Notruf wählte, wurde im Februar 2026 wegen fahrlässiger Tötung zu fünf Monaten Haft auf Bewährung und einer Geldstrafe verurteilt.