Am 14. August 1040 wurde König Duncan I. von Schottland in Bothgowanan von seinem eigenen Verwandten, einem Kriegsherrn namens Macbeth, ermordet, der sich sofort den Thron riss. Diese Episode ging in die Geschichte ein, weil sie fast sechs Jahrhunderte später eine der berühmtesten Tragödien William Shakespeares inspirierte.
Eine Rache, die sich über eine Generation erstreckt
Nach der Ermordung ihres Vaters weigerten sich Duncan I.s zwei junge Söhne, ihr Schicksal zu akzeptieren, und schmiedeten unerbittlich Rachepläne gegen den Usurpator. Um dies zu erreichen, verbündeten sie sich mit dem englischen König, dem Sachsenherrscher Eduard dem Bekenner, dessen militärische und politische Unterstützung es ihnen ermöglichen sollte, den schottischen Thron zurückzuerobern.
Dieses Bündnis trug 1056 Früchte, als Macbeths Truppen in einer erbitterten Schlacht bei Dunsinnan endgültig besiegt wurden. Der Usurpator, zur Flucht gezwungen, fand am 15. August 1057 bei Lumphanan den Tod, getötet von einem seiner ehemaligen Feinde.
Ein Sohn Duncans wurde schließlich wieder auf den Thron gesetzt
Macbeths Tod ermöglichte es Duncans I. rechtmäßigem Erben, als Malcolm III. den schottischen Thron zurückzuerobern und damit fast siebzehn Jahre widerrechtlicher Herrschaft zu beenden. Diese Tragödie aus barbarischen Zeiten wäre in den mittelalterlichen Chroniken wohl in Vergessenheit geraten, wäre sie nicht viel später von William Shakespeare wiederentdeckt und zu Beginn des 17. Jahrhunderts als Grundlage für sein Drama „Macbeth“ verwendet worden.
Das Werk des englischen Dramatikers, das im Vergleich zu den historischen Fakten weitgehend fiktionalisiert ist, hat im kollektiven Gedächtnis das Bild eines von Ehrgeiz und Schuldgefühlen verzehrten Macbeth dauerhaft verankert, weit entfernt von dem Bild, das die schottischen Chroniken jener Zeit zeichnen.
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