Ein Richter hat Trumps Verleumdungsklage gegen das Wall Street Journal abgewiesen.
Ein Richter hat Trumps Verleumdungsklage gegen das Wall Street Journal abgewiesen.

Donald Trump Am frühen Sonntagmorgen wurde bekannt gegeben, dass das zweite amerikanische Besatzungsmitglied der am Freitag im Iran abgeschossenen F-15E vom US-Militär gefunden und gerettet wurde. In seiner Botschaft erklärte der Präsident, der Pilot habe sich stundenlang hinter feindlichen Linien in einem Berggebiet befunden und sei schließlich nach einer außerordentlich umfangreichen Such- und Rettungsaktion geborgen worden. Er präzisierte außerdem, dass der Soldat zwar verwundet, aber außer Lebensgefahr sei. 

Eine Ankündigung, die zwei Tagen der Anspannung ein Ende setzt.

Die Bekanntgabe beendet eine der heikelsten Episoden dieser Militäroperation. Seit dem Absturz der F-15E am Freitag hatte Washington versucht, das zweite Besatzungsmitglied zu bergen, bevor iranische Streitkräfte es orten konnten. Donald Trump bezeichnete die Operation als eine der kühnsten in der jüngeren Geschichte amerikanischer Rettungsmissionen und erklärte, sie habe den Einsatz von Dutzenden Flugzeugen und die kontinuierliche Überwachung des Gebiets umfasst. 

Eine Bergung in feindlichem Gebiet

Die Rettungsaktion fand unter extrem gefährlichen Bedingungen statt. Die iranischen Behörden hatten öffentlich zur Rückkehr des noch immer vermissten Amerikaners aufgerufen und seine Flucht zu einer großangelegten Fahndung ausgebaut. Laut vorliegenden Informationen geriet die amerikanische Operation unter starken Feinddruck. Reuters berichtet, dass zwei an der Suche beteiligte Black-Hawk-Hubschrauber von iranischem Feuer getroffen wurden, aber in den eigenen Luftraum zurückkehren konnten. 

Der Absturz der F-15E, ein Symbol für einen eskalierenden Krieg

Das abgeschossene Flugzeug, eine zweisitzige F-15E Strike Eagle, stürzte am Freitag auf iranischem Gebiet ab. Für Washington unterstreicht dieser Vorfall, dass amerikanische Missionen über dem Iran trotz wiederholter Behauptungen der Lufthoheit in den letzten Tagen weiterhin einem schlagkräftigen Abwehrsystem ausgesetzt sind. Die Nachrichtenagentur Associated Press merkt zudem an, dass dies der erste amerikanische Flugzeugabsturz auf iranischem Boden seit Kriegsbeginn Ende Februar ist. 

Was wir über das erste Besatzungsmitglied wissen

Der erste Besatzungsangehörige der F-15E war bereits am Freitag, kurz nach dem Absturz des Flugzeugs, geborgen worden. Er blieb also nicht wie sein Kamerad zwei Tage lang vermisst. Die vorliegenden Informationen deuten weder auf eine Gefangennahme noch auf seinen Tod hin; im Gegenteil, sie legen nahe, dass er schnell gerettet wurde, wodurch sich die US-Streitkräfte anschließend voll und ganz auf die Suche nach dem zweiten Besatzungsmitglied konzentrieren konnten. 

Ein taktischer Sieg, aber nicht das Ende der Gefahr.

Die Rückkehr des zweiten Überlebenden beraubt Teheran der Möglichkeit, die Anwesenheit eines isolierten amerikanischen Soldaten auf seinem Territorium auszunutzen. Für das Weiße Haus ist dies sowohl militärisch als auch politisch eine Erleichterung. Doch dieser Vorfall unterstreicht auch die Fragilität der Lage vor Ort: Am Freitag wurde in der Region ein weiteres amerikanisches Flugzeug, eine A-10, getroffen – ein Zeichen dafür, dass die Lufthoheit über diesem Konflikt weiterhin stark eingeschränkt ist.