Libanon: Unakzeptable Morddrohungen gegen Nidaa Al Watan und MTV aus dem Iran und der Hisbollah
Libanon: Unakzeptable Morddrohungen gegen Nidaa Al Watan und MTV aus dem Iran und der Hisbollah

In den letzten Tagen wurde im Libanon eine äußerst besorgniserregende Schwelle überschritten. Es wurden sehr ernste Drohungen gegen freie und unabhängige Medien ausgesprochen. MTV et Nidaa Al Watan Dazu gehören Aufrufe, ihre Büros in Brand zu setzen, Anstiftung zu Gewalt gegen ihre Mitarbeiter und, noch schlimmer, Versprechen von Belohnungen für die Ermordung einiger ihrer Journalisten oder Angestellten. Hinzu kommen Einschüchterungskampagnen, Druckausübung und koordinierte Angriffe, die eindeutig darauf abzielen, diese Medien zum Schweigen zu bringen.

Eine gefährliche und inakzeptable Eskalation

Im ohnehin schon gebeutelten Libanon geht es heute um weit mehr als nur um zwei Medieninstitutionen. Diese Drohungen aus dem Iran und von der Hisbollah stellen eine äußerst ernste Eskalation dar, die ein Klima der Angst schafft und versucht, Gewalt als politisches und mediales Mittel zu normalisieren.

Journalisten, Politiker und Medienschaffende wissen längst, dass diese Methoden zum Scheitern verurteilt sind. Die Zeiten, in denen die Justiz manipuliert werden konnte, sind vorbei. Richter wissen heute, dass ihre Legitimität vom Volk und der Achtung vor dem Gesetz abhängt. Sie wissen, wie sie klar zwischen Unterdrückern und Unterdrückten sowie zwischen echtem Leid und manipuliertem Hass unterscheiden können.

Information trotz Angst

Auf der einen Seite stehen journalistische Arbeit, Fakten, Recherchen. Auf der anderen Seite unverblümte Drohungen, eine gewalttätige Sprache, die an die dunkelsten Stunden erinnert, bis hin zu Verweisen auf terroristische Methoden, Attentate und eine organisierte Strategie der Angst.

Ein Angriff auf die Medien ist ein Angriff auf den Libanon.

Angesichts dessen muss uns klar sein: Angriff MTV und Nidaa Al WatanDies ist ein Angriff auf die Pressefreiheit. Es ist ein Versuch, unabhängige Stimmen zum Schweigen zu bringen, die unbequem sind, weil sie die Realität aufdecken, die Machthabenden hinterfragen und sich der Anpassung verweigern. Heute steht das Gesicht des Libanon auf dem Spiel: ein Libanon, in dem Rechtsstaatlichkeit, Pluralismus und Freiheit herrschen, oder ein Libanon, der von Angst, Einschüchterung und Gewalt beherrscht wird. Angesichts eines solchen Abstiegs kann es keine Neutralität geben.

Versuche, die Medien einzuschüchtern, Journalisten zum Schweigen zu bringen und Angst in den Institutionen zu säen, werden nur den Entschluss derer bestärken, die noch an ein freies Libanon glauben. Denn die Wahrheit lässt sich nicht verbrennen, nicht ermorden, nicht zum Schweigen bringen.

Eine kollektive Verantwortung

Heute mehr denn je ist die Verantwortung kollektiv und global! Bürger, Journalisten, Intellektuelle und Führungskräfte müssen zusammenstehen. MTV und Nidaa Al WatanNicht aus bloßer Solidarität, sondern weil die Verteidigung dieser Medien bedeutet, das Recht jedes Libanesen auf freie Information zu verteidigen.

Das Schreiben vonTreffen drückt seine volle und unmissverständliche Unterstützung aus für MTV und Nidaa Al Watan. Die Verteidigung dieser Institutionen bedeutet die Verteidigung von Freiheit, Wahrheit, der Zukunft des Libanon, aber auch der Zukunft einer freien Welt.