Zwei amerikanische Helfer der Gaza Humanitarian Foundation (GHF) wurden am Samstag bei einem Granatenangriff auf eine Lebensmittelverteilungsstelle im südlichen Gazastreifen verletzt, wie die Organisation in einer Erklärung mitteilte. Die von den USA und Israel unterstützte GHF erklärte, die Verletzten seien außer Lebensgefahr, würden derzeit behandelt und seien in stabilem Zustand.
Der Vorfall ereignete sich am Ende einer ansonsten erfolgreichen Verteilungsaktion, bei der Tausende von Menschen im Gazastreifen Lebensmittel erhielten, so die Stiftung. Ersten Berichten zufolge warfen zwei Angreifer zwei Granaten auf die amerikanischen Arbeiter. Die Identität der Täter steht noch nicht fest.
Die GHF begann ihre humanitären Aktivitäten im Gazastreifen im vergangenen Mai. Sie ist auf private amerikanische Militärunternehmen angewiesen, um die Sicherheit ihrer Feldoperationen inmitten der anhaltenden Gewalt zu gewährleisten. In einer separaten Erklärung machte das israelische Militär „terroristische Organisationen“ für den Angriff verantwortlich, die angeblich die Verteilung humanitärer Hilfe in der Enklave sabotieren wollten.
Dieser Angriff erfolgte, während sich die Lage in Gaza täglich verschlechterte. Nach Angaben der lokalen Behörden wurden innerhalb von 70 Stunden mindestens 24 Menschen von israelischen Streitkräften getötet, darunter 23 in der Nähe von Hilfsgüterverteilungsstellen. Das Gesundheitsministerium von Gaza gab keine genauen Angaben zu den Todesumständen. Die israelische Armee reagierte nicht unmittelbar, behauptete aber am Freitag, sie habe in der vergangenen Woche 100 Hamas-Kämpfer ausgeschaltet und die „operative Kontrolle“ über etwa 65 Prozent des Territoriums behalten.
Die Gewalt ereignet sich inmitten angespannter diplomatischer Spannungen, die jedoch von neuer Hoffnung auf einen Waffenstillstand geprägt sind. Die Hamas erklärte am Freitag, sie habe positiv auf ein von den USA vermitteltes Abkommen reagiert. Der US-Präsident Donald Trump soll sich am Montag mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu treffen, um die nächsten Schritte zu besprechen.