Am Mittwoch, dem 10. Juni, tritt ein landesweiter Streik bei der SNCF (Französische Staatsbahn) in Kraft. Die Gewerkschaften CGT Cheminots, UNSA Ferroviaire, SUD-Rail und CFDT Cheminots haben eine gemeinsame Streikankündigung eingereicht, um auf den ihrer Ansicht nach herrschenden „Notstand“ innerhalb des staatlichen Unternehmens aufmerksam zu machen. Die Gewerkschaften prangern die Zunahme von Arbeitsunfällen, den Anstieg der Krankmeldungen und mehrere Selbstmorde unter den Beschäftigten an. Diese seltene gewerkschaftsübergreifende Mobilisierung wird voraussichtlich erhebliche Störungen im gesamten französischen Bahnnetz verursachen.
Jeder zweite Zug im Intercités-Netzwerk
Der Fernverkehr wird besonders stark betroffen sein. Im Durchschnitt verkehrt nur jeder dritte TGV-Zug, sei es TGV Inoui, Ouigo, Lyria oder auf bestimmten europäischen Strecken. Auch Intercity-Züge sind betroffen; hier fährt nur etwa die Hälfte aller Verbindungen, sowohl tagsüber als auch nachts. Bei den Regionalzügen von TER und den Transilien RER-Linien kommt es ebenfalls zu erheblichen Zugausfällen, sodass viele Fahrgäste ihre Reisen umbuchen oder ganz stornieren müssen.
Die SNCF empfiehlt Fahrgästen, sich vor Reiseantritt über die aktuelle Verkehrslage zu informieren. Betroffenen Fahrgästen werden Unterstützungsmaßnahmen angeboten. Dieser Aktionstag findet in einem angespannten sozialen Klima statt, in dem Gewerkschaften von der Unternehmensleitung konkrete Antworten zu den Arbeitsbedingungen und zur Prävention von Arbeitsunfällen fordern.
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