Die Beamten in Neukaledonien werden 2026 – abgesehen vom Freitag, dem 2. Januar – keine zusätzlichen verlängerten Wochenenden mehr erhalten. Diese Entscheidung, die Ende 2025 durch ein Dekret der Lokalregierung und der Hohen Kommission formalisiert wurde, bestätigt die Absage der ursprünglich geplanten verlängerten Wochenenden um Christi Himmelfahrt und den französischen Nationalfeiertag (14. Juli). Die Regierung hält an dieser Entscheidung fest und begründet sie mit der Notwendigkeit angesichts der kritischen wirtschaftlichen und sozialen Lage.
Laut dem Regierungschef Alcide PongaDies ist in erster Linie ein politisches Signal. Die Regierung ist aufgefordert, mit gutem Beispiel voranzugehen, da die Region mit Arbeitsplatzverlusten und erheblichen Haushaltsengpässen zu kämpfen hat. Zusätzliche freie Tage wären seiner Ansicht nach realitätsfern gewesen und hätten die Erfahrungen eines Teils der Bevölkerung nicht berücksichtigt.
Eine vermeintliche Wirtschaftlichkeit, eine umstrittene Methode
Über den symbolischen Aspekt hinaus hebt die Regierung ein konkretes finanzielles Argument hervor: Jeder verlängerte Feiertag verursacht geschätzte Kosten von über 40 Millionen CFP-Francs für die öffentlichen Finanzen. Die Maßnahme gilt sowohl für Angestellte der Kommunalverwaltungen als auch für Beamte des öffentlichen Dienstes und verstärkt dadurch ihre Wirkung. Die Regierung bekräftigt somit ihre Absicht, 2026 zu einem Jahr der Haushaltsdisziplin und des gemeinsamen Engagements zu machen.
Diese Maßnahme hat jedoch heftige Reaktionen der Gewerkschaften hervorgerufen. Mehrere Organisationen kritisieren die ohne vorherige Konsultation getroffene Entscheidung und befürchten konkrete Konsequenzen, insbesondere im Schul- und Freizeitbereich. Arbeitgebervertreter hingegen begrüßen die Initiative als Zeichen finanzieller Verantwortung. Der Abriss der Brücken wirft somit eine breitere Debatte über die Rolle der Verwaltung im erforderlichen gemeinsamen Kraftakt der Region auf.