Streit über Pestizide: Ministerin für den ökologischen Wandel, Monique Barbut, tritt zurück
Streit über Pestizide: Ministerin für den ökologischen Wandel, Monique Barbut, tritt zurück

Die Ministerin für den ökologischen Wandel, Monique Barbut, kündigte am Mittwoch an, ihren Rücktritt beim Präsidenten der Republik einzureichen. Sie lehnt das vom Parlament endgültig verabschiedete Notstandsgesetz für die Landwirtschaft ab. Insbesondere protestiert sie gegen die ausnahmsweise Wiedereinführung der beiden Pestizide Acetamiprid und Flupyradifuron, eine Maßnahme, die ihrer Ansicht nach dem Vorsorgeprinzip widerspricht.

Eine Pause beim Thema Pestizide

In einer vor der Ministerratssitzung auf LinkedIn veröffentlichten Nachricht behauptet Monique Barbut, die Regierung habe trotz entsprechender Zusagen eine Debatte über die Aufhebung dieser Bestimmung verhindert. Laut Barbut stellt diese Entscheidung „einen Rückschlag zu viel für den Umweltschutz“ dar. Das Gesetz erlaubt es der französischen Agentur für Lebensmittelsicherheit, Umwelt- und Arbeitsschutz (ANSES), unter bestimmten Bedingungen die Verwendung dieser beiden Substanzen für bestimmte, in Schwierigkeiten geratene Agrarsektoren, insbesondere Zuckerrüben und Haselnüsse, zu genehmigen.

Premierminister Sébastien Lecornu versicherte dennoch, dass der Minister weiterhin sein volles Vertrauen genieße, und erinnerte gleichzeitig daran, dass Regierungsmitglieder die im Parlament üblichen Kompromisse einhalten müssten. Er lobte die Karriere des ehemaligen WWF-Leiters und merkte an, dass das politische Leben für jemanden aus der Zivilgesellschaft besonders anspruchsvoll sein könne.

Monique Barbut, die im Oktober 2025 in die Regierung berufen wurde, verlässt ihr Amt somit weniger als ein Jahr nach ihrem Amtsantritt. Ihr Rücktritt wirft nun die Frage nach ihrer Nachfolge an der Spitze des Ministeriums für den ökologischen Wandel auf und könnte Spekulationen über eine mögliche Kabinettsumbildung neu entfachen.

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