Die angekündigte Kürzung der staatlichen Kommunikationsausgaben sorgt bei Fachleuten in den französischen Überseegebieten für Besorgnis. Die Regierung plant, das Budget bis 2026 auf 700 Millionen Euro zu reduzieren, verglichen mit rund einer Milliarde Euro im Jahr 2024. Diese Reform soll die öffentliche Kommunikation prägnanter, verständlicher und effektiver gestalten.
Für die französischen Antillen und Französisch-Guayana sollen lediglich 1,7 Millionen Euro für öffentliche Kampagnen bereitgestellt werden. Zehn Kommunikationsfachleute unterzeichneten einen offenen Brief, in dem sie diesen Betrag als weit unter dem Bedarf der drei Gebiete liegend kritisierten. Sie fordern ein Budget von 11 Millionen Euro, um den spezifischen geografischen, sozialen, medialen und sprachlichen Gegebenheiten von Guadeloupe, Martinique und Französisch-Guayana Rechnung zu tragen.
Wesentliche Präventionskampagnen
Die Unterzeichner befürchten, dass Budgetkürzungen die Möglichkeiten des Staates einschränken werden, die Bevölkerung über sensible Themen zu informieren. In Französisch-Guayana könnten Kampagnen Themen wie Drogenhandel, illegalen Goldabbau, Gesundheitsrisiken, Verkehrssicherheit und Klimawandel behandeln. Diese Kampagnen erfordern vielfältige Medien, darunter Plakate, Radio- und Fernsehspots, digitale Inhalte und Übersetzungen in mehrere Sprachen.
Eine umfassende Kampagne kann über 100.000 € kosten, wenn sie Design, Produktion, Medieneinkauf und lokale Anpassungen umfasst. Fachleute stellen den Grundsatz der Effizienzsteigerung öffentlicher Ausgaben nicht in Frage, fordern aber eine den lokalen Gegebenheiten angepasste Mittelzuweisung. Ihrer Ansicht nach ist die Regierungskommunikation in den Überseegebieten ein Instrument der Prävention und des Schutzes, das nicht auf bloße institutionelle Ausgaben reduziert werden darf.
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