François Bayrou stellte am Dienstag die Grundzüge des Haushalts 2026 vor, der Einsparungen von 40 Milliarden Euro vorsieht. Eine gewaltige Aufgabe für einen Premierminister ohne Mehrheit in der Nationalversammlung und mit praktisch keinem finanziellen Spielraum. Der Regierungschef versprach einen Vierjahresplan zur Wiederherstellung des Haushaltsgleichgewichts, das Ergebnis intensiver Konsultationen mit dem Finanzministerium, wichtigen Ministerien und Parlamentsfraktionen. Er hat Presse und Parteiführer für 16 Uhr nach Matignon zu einer mit Spannung erwarteten Erklärung einberufen.
Rentner im Visier, Sozialversicherungsmehrwertsteuer in der Debatte
Zu den erwogenen Optionen gehören eine vorübergehende Unterindexierung der Renten, eine Erhöhung des allgemeinen Sozialbeitrags (CSG) für die Wohlhabendsten oder sogar ein „freies Jahr“, um bestimmte öffentliche Ausgaben einzufrieren. Auch ein Einstellungsstopp im öffentlichen Dienst und die Rationalisierung staatlicher Behörden stehen zur Debatte. Auf der Einnahmenseite wird eine stark umstrittene soziale Mehrwertsteuer erwogen, während eine von Gabriel Zucman inspirierte Steuer für Superreiche die Mehrheit tief spaltet. Das politische und soziale Gleichgewicht ist fragil: Der Herbst verspricht in der Versammlung brisante Diskussionen.