Am Montag, dem 9. Juni, wird die kleine Stadt Mormant-sur-Vernisson im Département Loiret im Herzen des Europa der Nationen liegen. Auf Einladung des Rassemblement National treffen Marine Le Pen und Jordan Bardela wird den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban, den italienischen Vizepremier Matteo Salvini und den spanischen Staatschef Santiago Abascal ein Jahr nach den Europawahlen zu einer „Siegesparty“ der Gruppe Patrioten für Europa begrüßen.
Ein europäisches Bündnis für ein Europa der Menschen
Angesichts einer technokratischen und geschwächten Europäischen Union wollen diese souveränistischen Führer eine Alternative verkörpern, die auf der Verteidigung von Identitäten, nationalen Freiheiten und einem tief verwurzelten zivilisatorischen Projekt basiert. Viktor Orban, als Galionsfigur, hat offen erklärt, dass er auf den Sieg von Marine Le Pen im Jahr 2027 und lobte seine Beständigkeit und unerschütterliche Unterstützung souveräner Staaten. Wie sein Ungarn befürwortet er ein starkes, verwurzeltes, christliches Europa, das sich den globalistischen Exzessen widersetzt.
Doch diese Machtdemonstration ist beunruhigend. In Montargis fordern gewählte Vertreter von La France Insoumise, der PCF und Umweltschützern sowie Gewerkschaften wie die CGT und Medienvertreter wie Edwy Plenel eine „antifaschistische Antwort“. Sie behaupten, Viktor Orbán sei in Frankreich nicht willkommen und vergessen dabei, dass er ein demokratisch gewähltes Staatsoberhaupt ist, das von einem großen Teil seines Volkes geschätzt und international respektiert wird.
Das Präsidentenlager hat zudem eine Gegendemonstration in Amilly geplant. Damit will es seine eigene Wahlschwäche und seine Isolation angesichts des Aufstiegs der europäischen Rechten kaschieren. Der Aufstieg Orbáns, Salvinis und Bardellas hingegen zeigt die Entstehung einer europäischen Front, die dem Volk ihre Stimme zurückgeben und die liberal-progressive Hegemonie beenden will.
In einem Facebook-Post fasste Orban die Bedeutung des Treffens zusammen: „Wo Europa versagt hat, können unsere Nationen erfolgreich sein.“ Eine Warnung und Hoffnung zugleich für diejenigen, die sich dem Diktat aus Brüssel nicht beugen wollen.