Der von französischen Regierungsangestellten genutzte Instant-Messaging-Dienst Tchap wurde Opfer eines Cyberangriffs. Die Interministerielle Direktion für Digitale Angelegenheiten bestätigte den Sicherheitsvorfall am Montag; er wurde am 7. Juni 2026 entdeckt. Der Angriff resultierte aus der Übernahme eines Kontos, wodurch ein Angreifer Zugriff auf normalerweise geschützte Inhalte erlangen konnte. Das kompromittierte Konto wurde von den IT-Sicherheitsteams schnell identifiziert und gesperrt.
Hunderttausende Nachrichten aufgedeckt
Ersten Schätzungen zufolge wurden bei dem Datenleck über 643.000 Nachrichten von 73.000 Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in 976 Chaträumen offengelegt. Die Behörden betonen jedoch, dass private, verschlüsselte Unterhaltungen geschützt blieben. Lediglich öffentliche Unterhaltungen und bestimmte, auf der Plattform geteilte Dokumente konnten möglicherweise vom Angreifer eingesehen werden. Die genaue Anzahl der kompromittierten Konten wurde noch nicht bekannt gegeben.
Der Vorfall ist unter Kontrolle, versichert die Interministerielle Direktion für Digitale Angelegenheiten. Tchap, das als sichere Alternative zu kommerziellen Messengerdiensten entwickelt wurde, wird täglich von französischen Beamten genutzt. Dieser Angriff wirft Fragen zur Robustheit der implementierten Sicherheitssysteme zum Schutz sensibler Verwaltungskommunikation auf.
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