Nach den jüngsten Angriffen auf mehrere Gefängnisse in Frankreich haben Innenminister Gérald Darmanin und Justizminister Bruno Retailleau am Donnerstag, dem 17. April, ein Telegramm an die Präfekten geschickt, in dem sie aufgefordert wurden, die Sicherheit der Gefängnisse und ihres Personals zu verstärken. In einem von France Télévisions eingesehenen Dokument riefen die Minister zu erhöhter Wachsamkeit auf und verlangten die Umsetzung sofortiger Maßnahmen, um weitere Angriffe zu verhindern.
Sicherheitsmaßnahmen und erhöhte Wachsamkeit
Präfekten werden angewiesen, dynamische Patrouillen mit den Strafverfolgungsbehörden und der Gefängnisverwaltung zu koordinieren. Gefängnisbeamte müssen erhöhte Wachsamkeit walten lassen, insbesondere beim Aufspüren verdächtiger Personen und Fahrzeuge in der Umgebung von Gefängnissen. Die Minister betonten außerdem, wie wichtig es sei, jegliche Taten zu melden, selbst solche geringer Intensität, wie etwa das Werfen von Projektilen oder Graffiti.
Zu den vorgeschlagenen Maßnahmen gehört auch der Schutz von Behördenfahrzeugen, die künftig nicht mehr außerhalb des Gefängnisgeländes abgestellt werden dürfen. Diese Entscheidung folgt auf jüngste Vorfälle, bei denen Fahrzeuge in der Nähe von Gefängnissen beschädigt wurden.
Ziel dieser neuen Maßnahmen ist die Sicherung der Gefängnisse, nachdem mehrere von ihnen Opfer von Vandalismus und Drohungen geworden waren. Die Minister betonten, dass diese Gewalttaten nicht toleriert würden und dass die Sicherheit der Gefängnisse und des Personals unbedingt gewährleistet werden müsse. Sie fordern außerdem eine verstärkte Mobilisierung der Geheimdienste, um künftige Angriffe vorherzusehen und zu verhindern. Durch ihr entschlossenes und schnelles Handeln zeigen Gérald Darmanin und Bruno Retailleau ihre Entschlossenheit, die Strafvollzugsanstalten zu schützen und die Gewalt gegen Staatsbeamte zu bekämpfen.