Raphaël Arnault beteuert, er habe nach dem Tod von Quentin Deranque „niemals“ an einen Rücktritt gedacht.
Raphaël Arnault beteuert, er habe nach dem Tod von Quentin Deranque „niemals“ an einen Rücktritt gedacht.

Am Freitag beendete Raphaël Arnault auf ICI Vaucluse die Spekulationen: „An Rücktritt habe ich nie gedacht.“ Zwei Monate nach dem Tod des rechtsextremen Aktivisten Quentin Deranque in Lyon erklärte der LFI-Abgeordnete (France Unbowed) für Vaucluse, er habe sich für eine Zeit der Besinnung zurückgezogen. Die Tragödie, räumte er ein, habe „vieles erschüttert“ und eine alte Angst neu entfacht, nämlich die vor einem weiteren Todesfall. In diesem Kontext ist Politik kein Gedankenaustausch mehr, sondern ein Minenfeld.

Ein Rechtsfall, der eng mit dem parlamentarischen Leben verbunden ist.

Ein Rechtsstreit, der eng mit dem Parlamentsleben verknüpft ist. Die Ermittlungen schreiten unaufhaltsam voran: Neun Personen wurden angeklagt und in Untersuchungshaft genommen, insbesondere wegen Totschlags. Unter ihnen befinden sich Adrian Besseyre, ein Mitarbeiter des Abgeordneten, und Jacques-Élie Favrot, einer seiner parlamentarischen Assistenten. Raphaël Arnault beteuert, sie nicht besucht zu haben. Er lehnte es unter Berufung auf die gebotene Vorsicht ab, sich inhaltlich zu dem Fall zu äußern, doch der Schatten ist schwer und zwingt zu einer Neubewertung der Worte, der Inszenierung und der Parolen, die die Gemüter erhitzen.

Die politische Botschaft, die der Abgeordnete wieder unter seine Kontrolle bringen will, bleibt bestehen: „Wer sich dem Kampf gegen die extreme Rechte verschreibt, muss mit Gewalt rechnen“, sagt er und fordert, diese zu „kontrollieren“ und „zu unterdrücken“. Er verteidigt auch den Verbleib von Robin Chalendard als parlamentarischer Mitarbeiter und beteuert, dieser habe „nichts zu verantworten“ und es würden „keine weiteren Maßnahmen gegen ihn ergriffen“. In der Nationalversammlung beschreibt er einen „freundlichen“ Empfang von gewählten Vertretern anderer linker Gruppierungen und plädiert für Einigkeit, überzeugt davon, dass La France Insoumise (LFI) und die Linke im Allgemeinen weiterhin Zielscheibe politischer Gewalt seien. In den stillen Gängen wie auch auf der Straße stellt sich immer wieder dieselbe Frage: Wer wird es morgen schaffen, die Lage zu beruhigen?

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