Misstrauensantrag: Auch unter Macronisten wächst der Wunsch nach Bayrou's Sturz
Misstrauensantrag: Auch unter Macronisten wächst der Wunsch nach Bayrou's Sturz

François Bayrou steht vor einem Misstrauensantrag. Während die Sozialisten erwägen, ihren Misstrauenspakt zu brechen, verbergen mehrere Mehrheitsabgeordnete ihre Frustration nicht länger. Einige hoffen sogar, der Rassemblement National werde den Premierminister noch vor dem Sommer stürzen. In den Fluren des Palais Bourbon hagelt es Kritik: Mangelnde Klarheit, fehlende Orientierung und allgemeine Ermüdung.

Renten, Energie: Die Opposition schärft ihre Waffen

Die Sozialistische Partei nutzt die Rentenreform als Vorwand für einen Misstrauensantrag, während der Rassemblement National die Energiefrage nutzt, um Druck auf die Exekutive auszuüben. Das kürzlich mit Unterstützung der Republikaner verabschiedete Moratorium für erneuerbare Energien hat die Regierung in Verlegenheit gebracht. Die formelle Abstimmung am Dienstag könnte durchaus zum Auslöser einer schweren politischen Krise werden. Sowohl links als auch rechts häufen sich die Gründe für ein Misstrauensvotum.

Selbst in seinem eigenen Lager tut sich Bayrou schwer, die Truppen zu mobilisieren. Er gilt als kampfunfähig und verkörpert zunehmend die Untätigkeit. Ein Regierungszusammenbruch könnte jedoch die Tür zur Auflösung öffnen, die die meisten Franzosen befürchten. Der Präsident wiederum erhält am 8. Juli die Macht zurück, das Parlament aufzulösen. Der Parlamentskalender und die wachsende Ermüdung im Parlament könnten das Ende der Bayrou-Ära beschleunigen.