Maud Bregeron gibt bekannt, dass am Ende der Woche ein Treffen mit den Händlern stattfinden wird, um auf die steigenden Kraftstoffpreise zu reagieren.
Maud Bregeron gibt bekannt, dass am Ende der Woche ein Treffen mit den Händlern stattfinden wird, um auf die steigenden Kraftstoffpreise zu reagieren.

Angesichts der rasant steigenden Kraftstoffpreise plant die Regierung, sich noch in dieser Woche mit Benzinvertrieben zu treffen. Die beigeordnete Energieministerin Maud Bregeon gab dieses Treffen, das sie gemeinsam mit Industrieminister Roland Lescure organisiert hat, am Montag, dem 9. März, im Radiosender RTL bekannt. Ziel des Treffens ist es, die Preisentwicklung an den Zapfsäulen zu erörtern.

Dieses Treffen findet im Anschluss an die Ankündigung einer Reihe von Inspektionen statt, die den gesamten Sektor betreffen. Laut Minister wurden innerhalb von drei Tagen 500 Kontrollen durchgeführt, um sicherzustellen, dass niemand die aktuelle Situation ausnutzt. Die Regierung will ungerechtfertigte Preiserhöhungen verhindern und appelliert an die Fachleute, „Solidarität und ethisches Handeln“ zu beweisen.

Der Krieg im Nahen Osten lässt die Ölpreise in die Höhe schnellen.

Der Anstieg der Kraftstoffpreise ist vor allem auf die internationale Lage zurückzuführen. Der Konflikt im Nahen Osten und die Blockade der Straße von Hormus, durch die rund 20 % des weltweiten Erdöls transportiert werden, haben erhebliche Spannungen an den Märkten verursacht. Der Preis für ein Barrel Öl überstieg daher die Marke von 115 US-Dollar, nachdem er innerhalb weniger Stunden um etwa 30 % gestiegen war.

Bislang sind keine spezifischen Hilfen oder Preisobergrenzen für Autofahrer geplant. Die Regierung versichert jedoch, dass dank diversifizierter Versorgungsquellen und eines voll funktionsfähigen Kernkraftwerkparks in Frankreich keine Gefahr von Kraftstoff- oder Stromengpässen bestehe.