Der Streit zwischen der Regierung und La France Insoumise spitzt sich zu. Manuel Bompard erklärte am Sonntag, es sei nicht Aufgabe des Präsidenten, „seine politischen Gegner zu kategorisieren“, nachdem…Emmanuel Macron beschrieb die Mélenchonistische Bewegung in einem Interview, das auf Radio J ausgestrahlt wurde, als eine „extrem linke“ Gruppierung.
Der Koordinator von La France Insoumise (LFI) warf dem Präsidenten vor, seine Gegner mit extremistischen Bewegungen gleichzusetzen. Er kritisierte außerdem das Rundschreiben von Innenminister Laurent Nuñez, das die Präfekten anweist, die Partei für die Kommunalwahlen im März als linksextreme Kraft einzustufen. Laut LFI sind diese Kategorisierungen Teil einer Strategie der Ausgrenzung, obwohl die Einstufung als linksextrem laut Herrn Bompard an sich keine Beleidigung darstellt.
Vorwürfe des Antisemitismus und Debatte über die Unzulässigkeit
Der Vorsitzende von La France Insoumise wies Emmanuel Macrons Kritik an „antisemitischen Äußerungen“ innerhalb der Bewegung zurück. Er betonte, dass kein Parteimitglied wegen solcher Taten verurteilt worden sei und dass die von La France Insoumise vertretenen Positionen mit keiner Form von Rassismus vereinbar seien.
Auf die Frage nach dem Vorschlag des Präsidenten, gewählte Amtsträger, die rassistischer oder antisemitischer Handlungen oder Äußerungen für schuldig befunden wurden, automatisch von der Kandidatur auszuschließen, erklärte Manuel Bompard, dass die Abgeordneten von La France Insoumise ein solches System unterstützen könnten, da er glaube, dass sein Lager von einer solchen Maßnahme nicht betroffen wäre.