Gewerkschaften kündigen nach ihrem Treffen mit Premierminister Sébastien Lecornu einen neuen Aktionstag am 2. Oktober an (AP/Aurelien Morissard)
Gewerkschaften kündigen nach ihrem Treffen mit Premierminister Sébastien Lecornu einen neuen Aktionstag am 2. Oktober an (AP/Aurelien Morissard)

Nach einem fast zweieinhalbstündigen Treffen mit Premierminister Sébastien Lecornu in Matignon am Mittwoch kündigte das gewerkschaftsübergreifende Gremium einen neuen Streik- und Mobilisierungstag für den 2. Oktober an. Diese Entscheidung folgte auf ein Treffen, das die Gewerkschaften als unbefriedigend empfanden und das Fehlen konkreter Antworten auf die geäußerten Forderungen bedauerten.

Forderungen, die unbeantwortet blieben

Die anwesenden Gewerkschaften, darunter CFDT, CGT, FO, CFE-CGC, CFTC, UNSA, FSU und Solidaires, hatten mehrere konkrete Forderungen gestellt, darunter den Verzicht auf die Rentenreform 2023, die Rücknahme des Haushaltsentwurfs 2026, die Streichung von 3.000 Stellen im öffentlichen Dienst und die Verdoppelung der Selbstbeteiligungen bei medizinischen Kosten. Am Ende des Treffens erklärte Marylise Léon, Generalsekretärin der CFDT, im Namen der Gewerkschaft: „Der Premierminister hat keine klare Antwort auf die Erwartungen der Arbeitnehmer gegeben.“und beschrieb das Treffen als„Chance verpasst“.

Eine für den 2. Oktober geplante Mobilisierung

Angesichts dieser Situation hat die Gewerkschaft beschlossen, am 2. Oktober einen neuen Streik- und Mobilisierungstag zu organisieren. Dieses Datum muss am Ende des Tages noch von den Verantwortlichen der einzelnen Gewerkschaftsorganisationen bestätigt werden.

Dieses Treffen findet in einem komplexen politischen Kontext statt. Der am 10. September ernannte Premierminister Sébastien Lecornu hat noch immer keine Regierung gebildet, was die politischen und sozialen Spannungen anheizt. Darüber hinaus hatten die Gewerkschaften bereits am 18. September ihre Unzufriedenheit zum Ausdruck gebracht, als mehr als 500.000 Menschen gegen die Sparpolitik und für Steuergerechtigkeit demonstrierten.

Die Forderungen der CGT "Vorab-Antworten„um gesellschaftlichen Anforderungen gerecht zu werden“

Sophie Binet, Generalsekretärin der CGT, betonte, dass die Gewerkschaften „entschlossen und vereint ", fordert „präzise Antworten auf gesellschaftliche Anforderungen“Sie stellte auch klar, dass die Gewerkschaft nicht gekommen sei, um „um sicher aus der Sache herauszukommen, indem wir sagen, dass wir einen neuen Tag herbeirufen“, aber in der Hoffnung, "genügend Elemente" vom Premierminister.