Abgeordnete lehnen Einnahmenanteil des Haushalts 2026 ab
Abgeordnete lehnen Einnahmenanteil des Haushalts 2026 ab

Ein weiterer Rückschlag für die Regierung von Sébastien Lecornu. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag lehnte der Finanzausschuss der Nationalversammlung den ersten Teil des Haushaltsgesetzes 2026 ab, der die Staatseinnahmen betrifft. Diese Abstimmung, die nach dreitägiger Schnellprüfung erfolgte, zwingt die Abgeordneten nun, von vorne anzufangen: Alle angenommenen Änderungsanträge wurden annulliert, und die Debatten im Plenum werden am Freitag fortgesetzt.

Ein fragmentierter Text ohne Mehrheit

Nur die Präsidentengruppe Gemeinsam für die Republik stimmte dafür, während Horizonte, Die Demokraten und die Unabhängigen sich enthielten. Alle anderen Gruppen lehnten die überarbeitete Fassung der Regierung ab. Die sukzessiven Änderungen (teilweise Steuerbefreiung für Unterhaltszahlungen, Wiedereinführung der Wegzugsbesteuerung, Indexierung der Einkommensteuerskala und Erhöhung der GAFAM-Steuer) reichten nicht aus, um eine Mehrheit zu gewinnen. Generalberichterstatter Philippe Juvin (LR) hielt den Text sogar für „unglaubwürdig“ und verwies auf ein Defizit von 6 Milliarden Euro gegenüber den ursprünglich geplanten 13 Milliarden Euro.

Der Vorsitzende des Ausschusses, Éric Coquerel (LFI), prangerte einen „Flickenteppich-Haushalt“ ohne politische Kohärenz an, während Macrons Paul Midy ihn im Gegenteil als „Anfang eines Kompromisses“ betrachtete. Diese optimistische Sichtweise ist schwer zu teilen, da selbst innerhalb der Mehrheit Misstrauen aufkommt.

Dieser Rückschlag im Ausschuss verdeutlicht die Fragilität der Regierung, die bereits durch den Aufstand gegen die Rentenreform erschüttert ist. Die Debatte im Plenum verspricht spannend zu werden. Die formelle Abstimmung ist für den 4. November angesetzt – ein Datum, das nun für das politische Überleben des Premierministers und seines Haushalts von entscheidender Bedeutung ist.

Was sollten wir uns schnell merken?

Eine weitere Ablehnung für die Regierung von Sébastien Lecornu. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag lehnte der Finanzausschuss der Nationalversammlung ab