Die Szene überraschte die Teilnehmer des Africa Forward-Gipfels in Nairobi am Montag. Während einer Kulturkonferenz unterbrach Emmanuel Macron die Veranstaltung und bat um Ruhe, da es im Saal zu laut geworden war. Der in der ersten Reihe sitzende Präsident stand auf und ging zur Bühne. Sichtlich genervt von den anhaltenden Gesprächen im Publikum ergriff er das Mikrofon und erinnerte die Anwesenden an die Stille.
„Bei so viel Lärm kann man unmöglich über Kultur sprechen.“
Angesichts des Tumults wandte sich Emmanuel Macron zunächst entschieden an die Anwesenden. Das Staatsoberhaupt erklärte, es sei unter diesen Umständen unmöglich, eine Kulturdiskussion fortzusetzen. Der französische Präsident forderte daraufhin diejenigen, die die Diskussion fortsetzen wollten, auf, den Saal zu verlassen. Diejenigen, die blieben, sollten den Rednern zuhören und die Geschäftsordnung respektieren. Die Intervention sorgte für einen Moment der Stille in der Versammlung, bevor vereinzelt Applaus einsetzte.
Eine Erinnerung an die Regeln mitten in einer diplomatischen Sequenz
Zur Erinnerung: Der von Frankreich und Kenia gemeinsam organisierte Africa Forward-Gipfel hat zum Ziel, die Partnerschaften zwischen Frankreich und dem afrikanischen Kontinent zu stärken. Die Veranstaltung bringt politische Führungskräfte, Wirtschaftsakteure, Vertreter der Zivilgesellschaft, Künstler und Mitglieder der Diaspora zusammen. Die Wahl Nairobis als Veranstaltungsort ist symbolträchtig. Für Emmanuel Macron zeigt die Ausrichtung dieses Gipfels in Kenia, dass die Beziehungen zwischen Frankreich und Afrika nicht länger auf die französischsprachigen Länder beschränkt sind, die historisch mit Paris verbunden sind.
Frankreich will ein neues Kapitel aufschlagen "reservierter Bereich"
Seit Jahren bemüht sich Emmanuel Macron um eine Neudefinition der Beziehungen zwischen Frankreich und afrikanischen Ländern. Der französische Präsident behauptet, das Bild eines rein afrikanischen Nachbarn hinter sich lassen zu wollen. "reservierter Bereich" Der französische Einfluss auf dem Kontinent. In Nairobi bekräftigte er, dass diese Ära vorbei sei, obwohl Frankreichs Image in mehreren afrikanischen Ländern gelitten hat. Diplomatische Spannungen, Kritik am französischen Einfluss und die Konkurrenz anderer Mächte haben die Position von Paris auf dem Kontinent geschwächt. Wird Emmanuel Macrons Intervention Frankreichs Popularität wiederherstellen? Das bleibt abzuwarten…
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