Gérald Darmanin kündigt die Rückführung im Irak inhaftierter französischer Dschihadisten an
Gérald Darmanin kündigt die Rückführung im Irak inhaftierter französischer Dschihadisten an

Justizminister Gérald Darmanin bestätigte diesen Freitag, dass die französische Regierung im Irak inhaftierte französische Dschihadisten repatriieren werde. In einem Austausch mit Lesern von La Voix du Nord stellte er klar, dass französische Staatsbürger, die im Ausland, etwa im Irak oder Iran, verurteilt wurden, ihre Strafe in Frankreich verbüßen müssen. Er betonte, dass es unvereinbar wäre, von anderen Ländern zu verlangen, ihre Staatsangehörigen im Rahmen der OQTF zurückzunehmen, ohne die gleiche Regelung auf französische Staatsangehörige anzuwenden, die außerhalb des Staatsgebiets inhaftiert sind.

Kritik an den Haftbedingungen im Irak

Die Ankündigung betrifft insbesondere drei Nordiren, die im Irak zum Tode und anschließend zu lebenslanger Haft verurteilt wurden. Mehrere Anwälte französischer Dschihadisten begrüßten diese Erklärung und prangerten die „unwürdigen Bedingungen“ der Haft in Bagdad an. Maître Marie Dosé, Anwältin von Djamila Boutoutaou, fordert die dringende Rückführung ihres schwerkranken Mandanten. Richard Sédillot, der andere Gefangene verteidigt, besteht auf der Notwendigkeit ihrer Rückkehr, um eine bessere Rehabilitation zu gewährleisten und es den französischen Richtern zu ermöglichen, die laufenden Ermittlungen fortzusetzen.

Diese Entscheidung markiert einen bedeutenden Wendepunkt in einer politisch sensiblen Angelegenheit. Bislang erfolgte die Rückführung im Ausland wegen Terrorismus verurteilter französischer Staatsbürger nur schleppend und unter großer politischer Spannung. Die Exekutive scheint nun einen kohärenteren Ansatz zu bevorzugen, der sowohl durch humanitäre Erfordernisse als auch durch eine ordnungsgemäße Rechtspflege gerechtfertigt ist.

Die genauen Einzelheiten dieser Überstellungen sind noch nicht bekannt, doch mehrere Verbände von Terroropfern sind zu Recht besorgt über die Haftbedingungen in Frankreich und die Überwachung dieser Personen nach ihrer Rückkehr.