Verstappen kehrt mit einem souveränen Sieg in Monza auf die Siegerstraße zurück (AP Photo/Luca Bruno)
Verstappen kehrt mit einem souveränen Sieg in Monza auf die Siegerstraße zurück (AP Photo/Luca Bruno)

Max Verstappen Am Sonntag kehrte er mit einem souveränen Sieg beim Großen Preis von Italien zu alter Form zurück – sein erster Sieg seit Mai. Der Red-Bull-Pilot, der am Vortag in Monza die schnellste Runde der Formel-1-Geschichte gefahren war, verwandelte seine Pole-Position in einen kontrollierten Triumph und überquerte die Ziellinie fast zwanzig Sekunden vor Lando Norris.

Der Niederländer, bereits vierfacher Weltmeister, hatte vor diesem italienischen Rennen in dieser Saison erst zwei Siege errungen. Erleichtert bedankte er sich im Radio bei seinem Team: „Was für eine perfekte Leistung! Was für ein unglaubliches Wochenende. Wir können stolz auf uns sein.“ Mit diesem Sieg festigte er seinen dritten Platz in der Meisterschaft, liegt aber weiterhin 94 Punkte hinter Spitzenreiter Oscar Piastri.

Norris und Piastri unter Druck, Ferrari rettet die Ehre

Hinter Verstappen belebte der interne Kampf bei McLaren das Rennen. Norris, der sich von seinem frustrierenden Ausfall in Zandvoort erholt hatte, nutzte eine Teamentscheidung, um Piastri in den Schlussrunden zu überholen – nicht ohne Protest des Australiers. „Ich hatte das Gefühl, zu lange gewartet zu haben“, gab Norris zu, der sich bewusst war, dass dieser Vorfall den Titelkampf belasten könnte.

Zu Hause konnte Ferrari auf Charles Leclerc, getragen von den Tifosi, sicherte sich den vierten Platz. Lewis Hamilton, der in der Startaufstellung eine Strafe erhielt, schaffte ein schönes Comeback und erreichte den sechsten Platz.

Ein starkes Signal von Red Bull

Trotz eines schwungvollen Rennbeginns, der von einem hitzigen Duell mit Norris in der ersten Kurve geprägt war, übernahm Verstappen schnell wieder die Kontrolle. Nach seinem Boxenstopp ließ er die McLaren kurzzeitig davonziehen, übernahm dann aber wieder die Führung und blieb bis zur Zielflagge unbehelligt.

„Die erste Runde war kompliziert, aber danach flogen wir förmlich“, resümierte Verstappen. „Solche Tage auf einer legendären Strecke wie Monza machen diesen Sport zu etwas ganz Besonderem.“ Die Top 10 komplettierten George Russell, Alex Albon, Gabriel Bortoleto, Kimi Antonelli und Isack Hadjar, wobei Letzterer eine Strafe gegen den jungen Italiener ausnutzte.

Monza bot Verstappen in einer durchwachsenen Saison frischen Wind und erinnerte ihn daran, dass der niederländische Meister, wenn alles passt, immer noch in der Lage ist, das Feld so zu dominieren wie in den besten Tagen seiner Vorherrschaft.