Ein schwerer Schlag für Ferrari nur wenige Stunden vor dem Qualifying zum Großen Preis von Monaco. Das italienische Team gab am Samstagmorgen bekannt, dass Geschäftsführer Frédéric Vasseur aufgrund eines Krankenhausaufenthalts nicht am Circuit de Monaco teilnehmen wird. Diese unerwartete Abwesenheit trifft die Scuderia zu einem besonders günstigen Zeitpunkt, nachdem sie im freien Training eine starke Leistung gezeigt hatte.
In einer kurzen Stellungnahme teilte Ferrari mit, dass sich der 58-jährige französische Teamchef medizinischen Untersuchungen unterzogen habe und weiterhin in einem Krankenhaus in Monaco unter Beobachtung stehe. Weitere Details zu seinem Zustand wurden aus Gründen des Datenschutzes nicht veröffentlicht. „Fred Vasseur wird heute nicht an der Rennstrecke sein. Nach den medizinischen Untersuchungen wird er in einer örtlichen Klinik beobachtet. Wir wünschen ihm eine schnelle Genesung und hoffen, ihn bald wieder auf der Strecke zu sehen“, so das italienische Team.
Jérôme d'Ambrosio übernimmt vorübergehend das Kommando
In Abwesenheit des Scuderia-Chefs wird Jérôme d'Ambrosio an diesem entscheidenden Tag die Geschicke des Teams lenken. Der Belgier, ehemaliger Formel-1-Fahrer und ehemaliger Mercedes-Manager, ist seit 2025 stellvertretender Teamchef von Ferrari. Als enger Mitarbeiter von Frédéric Vasseur verfügt er über umfassende Kenntnisse der Teamstruktur und dürfte einen reibungslosen Übergang gewährleisten.
Diese Abwesenheit kommt zu einem strategisch wichtigen Zeitpunkt am Wochenende des Großen Preises von Monaco. Auf einer Strecke, auf der Überholmanöver äußerst selten sind, ist das Qualifying von entscheidender Bedeutung. Die Pole-Position ist oft die beste Garantie für den Sieg am Sonntag in den engen Straßen von Monte Carlo.
Ferrari in Topform vor dem Qualifying
Trotz dieser schlechten Nachricht geht Ferrari zuversichtlich in den Tag. Am Freitag dominierten die beiden roten Boliden das zweite freie Training. Der siebenmalige Weltmeister Lewis Hamilton fuhr die schnellste Zeit vor seinem Teamkollegen Charles Leclerc, Lokalmatador und Gewinner des Großen Preises von Monaco 2025.
Diese Leistungen bestätigen die Fortschritte, die die Scuderia Ferrari seit Saisonbeginn erzielt hat. Nach einigen schwierigen Jahren zählt Ferrari wieder zu den Hauptanwärtern auf Siege und Weltmeistertitel. Unter der Führung von Frédéric Vasseur, der Anfang 2023 das Amt des Teamchefs übernahm, hat das italienische Team schrittweise an Stabilität und Wettbewerbsfähigkeit gewonnen.
Ein wichtiger Akteur bei Ferraris Wiederaufstieg
Frédéric Vasseur, eine angesehene Persönlichkeit im Fahrerlager, verfügt über umfassende Motorsport-Erfahrung. Nachdem er die Nachwuchskategorien durchlaufen und das Sauber-Formel-1-Team geleitet hatte, wurde er von Ferrari als Nachfolger von Mattia Binotto ausgewählt. Seine Aufgabe war es, die Sportorganisation des italienischen Herstellers zu restrukturieren und die Scuderia zurück an die Spitze zu führen.
Seit seiner Ankunft hat Ferrari bedeutende technische und sportliche Fortschritte erzielt und sich regelmäßig an die Spitze des Feldes zurückgekämpft. Die Verpflichtung von Lewis Hamilton neben Charles Leclerc hat die Ambitionen des Teams für die kommenden Saisons zusätzlich gestärkt.
Da im Qualifying in Monaco mit einem besonders harten Wettbewerb gerechnet wird, hofft das gesamte Fahrerlager nun auf eine schnelle Genesung des französischen Teamchefs. Ferrari hat sich bisher nicht dazu geäußert, ob Frédéric Vasseur am Sonntag am Rennen teilnehmen wird.
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