Unglaublich, aber wahr! Nico Hülkenberg schied beim Großen Preis von Barcelona-Katalonien nicht, wie erwartet, aufgrund eines typischen Motorschadens aus. Sein Audi kam nach einem äußerst seltenen Zwischenfall zum Stehen: Ein von Liam Lawsons Racing Bulls aufgewirbeltes Kiesstück traf das Notbremssystem des deutschen Wagens und verursachte einen kompletten Systemausfall. Der Auslöser war Kurve 12. Lawson, vor Hülkenberg, kam etwas weit nach außen und geriet mit einem Rad ins Kiesbett. Die aufgewirbelten Steine trafen den dicht dahinter fahrenden Audi. Einer der Steine traf den Sicherheitsknopf, der mit dem Feuerlöscher und dem ERS-Schutzschalter verbunden war. Die unmittelbare Folge: ein kompletter Systemausfall, und das Rennen war beendet.
Ein klarer Schnitt
Hülkenbergs Wagen verlor jeglichen Antrieb. Der deutsche Fahrer konnte zwar noch zurück an die Box rollen, aber mehr war nicht mehr zu tun. Der Notstopp hatte seinen Zweck erfüllt: Das Auto wurde abgestellt, wie es im Gefahrenfall oder bei notwendigen Reparaturen üblich ist. Die Mechaniker hielten den Stopp zunächst für normal und begannen sogar schon mit den Arbeiten, wie sie es bei einem regulären Boxenstopp tun würden, bevor der Ausfall offiziell bestätigt wurde.
Ein gelungenes Wochenende wurde durch ein unvorstellbares Detail ruiniert.
Hülkenberg hatte endlich eine echte Chance auf ein gutes Ergebnis. Er war zum ersten Mal in dieser Saison aus den Top Ten gestartet und hätte mit Audi Punkte holen können. Sein Rennen endete jedoch durch den Aufprall eines einzelnen Steins an der falschen Stelle. Lawson hingegen berührte den Audi nicht. Sein Ausritt wirbelte lediglich Kies auf, der die Kettenreaktion auslöste. Der Neuseeländer setzte sein Rennen fort und belegte am Ende den achten Platz.