Der ehemalige Präsident des Fußballvereins Angers, Saïd Chabane, der bereits im März 2024 wegen sexueller Nötigung verurteilt worden war, wurde am Dienstag, dem 3. Juni, in Polizeigewahrsam genommen. Er wird nun verdächtigt, in seinem eigenen Prozess Falschaussagen gemacht zu haben, um seine Opfer zu diskreditieren. Die umstrittene Aufnahme, die bei der Anhörung im Dezember 2023 abgespielt wurde, spielte auf eine angebliche Verschwörung gegen ihn mit finanzieller Entschädigung an, wurde jedoch nie authentifiziert.
Falsche Zeugenaussagen, um die Worte der Opfer zu beschmutzen?
Diese jüngste juristische Episode schädigt das Image des Geschäftsmannes weiter. Er wurde bereits zu zwei Jahren Haft, davon eines auf Bewährung, verurteilt, weil er zwischen 2014 und 2019 sechs Frauen sexuell missbraucht und seine Autorität missbraucht hatte. Nach anfänglicher Berufung zog er diese im Februar schließlich zurück und erklärte, er wolle „ein neues Kapitel aufschlagen“. Doch die Untersuchung der Prozessbedingungen, insbesondere dieser zweifelhaften Aussage, hat den Fall wieder aufleben lassen. Auch mehrere enge Vertraute Chabanes könnten in diesem zusätzlichen Verfahren vernommen werden.
Während der Club aus Angers nach diesen Skandalen versucht, wieder über die Runden zu kommen, weckt dieser Polizeigewahrsam erneut den Verdacht gegenüber einem Manager, der scheinbar nicht in der Lage ist, sich aus dem juristischen Strudel zu befreien, in den er sich selbst gestürzt hat.