Olympique Marseille wird tatsächlich in der Europa League 2026/2027 spielen. Der Verein aus Marseille entging zwar einem sofortigen Ausschluss, wurde aber nach der Anhörung vor der europäischen Finanzaufsichtsbehörde mit einer empfindlichen Strafe belegt. OM erhielt eine Geldstrafe von insgesamt 10 Millionen Euro und eine Bewährungsstrafe für alle europäischen Wettbewerbe.
Marseille sichert sich einen Platz in der Europa League
Die Entscheidung wurde mit Sorge erwartet. Nachdem sich Olympique Marseille (OM) für die nächste Europa League qualifiziert hatte, drohte dem Verein eine Sanktion, die sogar den Ausschluss aus dem Wettbewerb hätte bedeuten können. Letztendlich behält der Verein aus Marseille seinen Platz für die Saison 2026/2027. Diese Teilnahme am Europapokal ist jedoch an bestimmte Bedingungen geknüpft. OM wird sanktioniert, weil der Verein seine finanziellen Ziele, wie in der Vereinbarung mit dem für die Finanzkontrolle der Vereine zuständigen europäischen Verband festgelegt, nicht erreicht hat. Der Verein hat die Regelung bezüglich der Fußballeinnahmen für das Geschäftsjahr 2025/2026, das die Geschäftsjahre 2023, 2024 und 2025 umfasst, nicht eingehalten.
Eine Geldstrafe von 10 Millionen Euro
Die Geldstrafe ist beträchtlich: insgesamt 10 Millionen Euro. Sie gliedert sich in zwei Teile: 6 Millionen Euro wegen Nichteinhaltung der Regeln zu den Fußballeinnahmen und weitere 4 Millionen Euro wegen Verstoßes gegen die Regeln zu den Kaderkosten. Letztere Regel begrenzt die Ausgaben für Spieler- und Trainergehälter, Transfers und Beraterhonorare im Verhältnis zu den Fußballeinnahmen des Vereins. Olympique Marseille wird somit sowohl für seine Verluste als auch für seine hohen Sportausgaben bestraft.
Ein ausgesetzter Ausschluss
Was Marseilles Zukunft im Europapokal betrifft, ist der Verein zwar nicht sofort ausgeschlossen, muss aber unbedingt sein Umsatzziel für die Saison 2026/2027 erreichen. Andernfalls wird Marseille von allen europäischen Wettbewerben ausgeschlossen, für die er sich in den folgenden drei Spielzeiten qualifiziert. Anders ausgedrückt: Marseille kann zwar in der Europa League 2026/2027 spielen, darf sich aber keinen Fehler erlauben: Ein weiterer Regelverstoß würde den sofortigen Ausschluss zur Folge haben.
Eine europäische Liste mit Leitlinien
Die Sanktion beschränkt sich nicht nur auf die Geldstrafe und die Bewährungsstrafe. OM unterliegt auch einer sportlichen Einschränkung für die kommende Europa League: Der Verein darf keine neuen Spieler auf seine europäische A-Liste setzen. Liste A bezeichnet den für die europäischen Wettbewerbe gemeldeten Kader. Junge Spieler der Liste B können unter bestimmten Bedingungen weiterhin eingesetzt werden, doch OMs europäischer Kader wird für die kommende Saison dadurch stark eingeschränkt sein.
OM steht unter sofortigem Druck
Marseille behält sein Hauptziel bei: die Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb. Doch der Verein geht unter Beobachtung in die neue Saison. Um eine deutlich härtere sportliche Strafe zu vermeiden, muss er seine Verluste reduzieren, seine Ausgaben kontrollieren und seine Ziele erreichen.