— Champions League – PSG schlägt Liverpool (2:0). Das Ergebnis hätte deutlich höher ausfallen können.
Champions League – PSG schlägt Liverpool (2:0). Das Ergebnis hätte deutlich höher ausfallen können.

Paris Saint-Germain lieferte am Mittwochabend im Parc des Princes eine beeindruckende Vorstellung ab. Mit einem 2:0-Sieg gegen Liverpool im Hinspiel des Champions-League-Viertelfinals baute der Hauptstadtklub dank der Tore von Désiré Doué (11. Minute) und Khvicha Kvaratskhelia (65. Minute) seine Führung im Kampf um die Qualifikation deutlich aus. Angesichts des Spielverlaufs wirkt das Ergebnis fast schmeichelhaft für die Engländer. 

Talentierte Pariser Starts, Liverpooler Rückzugsorte

Paris Saint-Germain begann die Partie mit Aggressivität, Intensität und einem schnellen Ballbesitz, der Liverpool unter Druck setzte. Der erste Treffer fiel in der 11. Minute, als Désiré Doué das 1:0 erzielte. Anschließend übernahm PSG die Kontrolle über das Spiel und dominierte technisch und territorial, wodurch die Reds tief verteidigen mussten und oft in eine Abwärtsspirale gerieten. 

Das Szenario war klar: Paris griff an, Liverpool gab nach. Kvaratskhelia sorgte in der 32. Minute mit einem Schuss, den Mamardashvili parierte, für weitere Gefahr. Fünf Minuten später wehrte der Torhüter der Reds erneut einen Schuss ab, diesmal von Doué, der nach einem Steilpass freigespielt worden war. In der 42. Minute wurde Dembélé nach einem hervorragenden Pariser Konter freigespielt, doch sein Schuss war zu harmlos. Kurz vor der Halbzeit hatte João Neves sogar die Chance zum 2:0, doch sein Schuss ging daneben. Zur Halbzeit war Liverpool bereits deutlich unterlegen, ohne Paris ernsthaft in Bedrängnis gebracht zu haben. 

Paris legt nach der Pause noch einmal richtig los.

Nach der Pause setzte PSG die Strategie fort: Druck ausüben, den Ball schnell zurückerobern und angreifen. In der 53. Minute durchbrach Paris erneut die englische Abwehr. Kvaratskhelia fand Nuno Mendes, dessen Hereingabe den etwa zwölf Meter vor dem Tor freistehenden Dembélé erreichte. Der Pariser Stürmer öffnete seinen linken Fuß zu weit und schoss den Ball über das Tor. Eine Riesenchance, die Führung auszubauen, wurde vergeben. Kurz darauf eroberte Hakimi den Ball weit vorne, startete einen Lauf über den Flügel, doch eine weitere gefährliche Situation wurde durch eine Abwehraktion von Gomez zunichtegemacht. 

Liverpool gelang es ihrerseits nie, das Spiel zu drehen. Ihre erste nennenswerte Torchance ergab sich erst in der 49. Minute durch Ekitike, und die Reds brachten letztendlich keinen einzigen Schuss aufs Tor. Selbst als sie versuchten, nach vorne zu drängen, behielt Paris die Kontrolle über die Partie.

Kvaratskhelia erleuchtet den Park

Das zweite Tor fiel folgerichtig in der 65. Minute und war einfach großartig. João Neves spielte einen perfekten Steilpass. Kvaratskhelia setzte sich gegen Gravenberch durch, überwand Mamardashvili, ließ Gomez aussteigen und schob den Ball eiskalt ins leere Tor. Es war der Höhepunkt des Spiels, der die Überlegenheit von PSG besiegelte und den Parc des Princes in Ekstase versetzte. 

Paris wähnte sich wenige Minuten später sogar im Strafraum, als Warren Zaïre-Emery in den Strafraum eindrang und von Konaté gefoult wurde. Der Schiedsrichter zeigte zunächst auf Elfmeter, revidierte seine Entscheidung jedoch nach Ansicht der Videobilder und urteilte, dass der Liverpooler Verteidiger den Ball berührt hatte, bevor er den Knöchel des Parisers traf. Auch ohne dieses dritte Tor war die Botschaft klar: PSG dominierte die Partie von Anfang bis Ende. 

Einziger Wermutstropfen: dass ich die Spannung nicht schon früher aufgelöst habe.

Dies verdeutlicht die Ambivalenz des Abends in Paris. PSG zeigte eine rundum überzeugende Leistung, neutralisierte Liverpool, erspielte sich zahlreiche hochkarätige Aktionen und ging mit einer komfortablen Führung ins Rückspiel an der Anfield Road. Dennoch müssen sie sich eingestehen, dass sie einen noch deutlicheren Sieg verschenkt haben. Mit mehr Effizienz im Strafraum hätte Paris die Serie wohl schon im Hinspiel für sich entscheiden können. Nichtsdestotrotz gehen sie mit einem Zwei-Tore-Vorsprung in das Rückspiel am kommenden Dienstag.

Erwähnenswert ist, dass Atlético Madrid im anderen Spiel des Abends für eine Sensation sorgte, indem es auf dem Platz des FC Barcelona mit 2:0 gewann.