— Ligue 1: Lille qualifiziert sich für die Champions League, Auxerre sichert den Klassenerhalt, Nizza kämpft in den Relegationen um den Abstieg.
Ligue 1: Lille qualifiziert sich für die Champions League, Auxerre sichert den Klassenerhalt, Nizza kämpft in den Relegationen um den Abstieg.

Nach einem nervenaufreibenden letzten Spieltag der Ligue 1 sicherte sich Lille trotz der Niederlage gegen Auxerre einen Platz auf dem Podium. Lyon, das von Lens deutlich geschlagen wurde, muss nun in die Champions-League-Playoffs. Am Tabellenende vermieden Auxerre und Le Havre den Abstieg, während Nizza gegen Saint-Étienne um den Klassenerhalt in der Ligue 1 kämpft. Der Abend wurde zudem von zwei Platzstürmen überschattet, einem in Nantes und dem anderen in Nizza.

Ein verrücktes Saisonende

Die Ligue 1 beendete ihre Saison mit viel Lärm, Spannung und dramatischen Wendungen. Am Sonntagabend wurden am 34. Spieltag die Ergebnisse verkündet, inmitten des Kampfes um die Europapokalplätze, des Abstiegskampfes und chaotischer Szenen in mehreren Stadien. Lille sicherte sich trotz der Niederlage gegen Auxerre die Teilnahme an der Champions League. Lyon, das zu Hause von Lens gedemütigt wurde, belegte den vierten Platz und muss nun in den Champions-League-Playoffs antreten. Nizza, das an der Allianz Riviera gegen Metz nicht gewinnen konnte, wurde Sechzehnter und trifft im Aufstiegs-Playoff der Ligue 1/Ligue 2 auf Saint-Étienne.

Lille fällt, bleibt aber stehen

Lille verlor das Spiel, das sie sich nicht hätten leisten können zu verlieren, konnte aber das Wichtigste retten. Nach der 0:2-Heimniederlage gegen Auxerre erlebten die „Dogues“ einen nervenaufreibenden Abend. Sie wussten, dass ein Ausrutscher Lyon oder Rennes im Kampf um Platz drei die Chance eröffnen könnte. Letztendlich kam es nicht dazu, insbesondere dank Lyons Niederlage gegen Lens.

Auxerre traf im perfekten Moment. Lassine Sinayoko brachte AJA in Führung und besiegelte anschließend den Sieg der Burgunder, ein wichtiger Erfolg im Abstiegskampf. Für Lille ändert diese Niederlage nichts an der Ausgangslage: Mit 61 Punkten beendet der nordenglische Klub die Saison auf dem dritten Platz und qualifiziert sich neben PSG und Lens für die Champions League.

Lyon bricht ein und muss nun in die Playoffs der Champions League.

Lyon hatte noch die Chance, Lille in letzter Sekunde zu schlagen. Doch OL vergab sie kläglich. Mit einer 0:4-Klatsche gegen Lens im Groupama Stadium verpasste Lyon die Gelegenheit, aufs Podium zu fahren. Wesley Saïd brachte die Lyoner Fans mit einem Doppelpack zum Schweigen, ehe Florian Sotoca und Florian Thauvin die Niederlage endgültig besiegelten.

Diese deutliche Niederlage lässt Lyon mit 60 Punkten auf dem vierten Platz zurück. Sie müssen daher in den Champions-League-Playoffs antreten, einem längeren und ungewissen Weg in die Liga. Lens, bereits für den zweiten Platz qualifiziert, beendete die Saison mit einem Paukenschlag und sicherte sich die Rückkehr in die erste Liga.

Auxerre und Le Havre atmen auf, Nizza bricht zusammen

Am Tabellenende gelang Auxerre ein überzeugender Sieg in Lille. AJA, die um den Klassenerhalt kämpfen, gewannen 2:0 und beendeten die Saison mit 34 Punkten auf dem 15. Platz. Durch diesen Sieg vermeiden sie die Relegation und bleiben in der Ligue 1.

Le Havre sicherte sich mit einem 2:0-Auswärtssieg gegen Lorient ebenfalls den Klassenerhalt. HAC beendete die Saison mit 35 Punkten auf dem 14. Platz und entging damit einem langen Abstiegskampf. Die Erleichterung ist riesig für die Mannschaft aus der Normandie, die den Sieg im entscheidenden Moment einfuhr.

Nizza hingegen konnte seine Aufgabe nicht erfüllen. Gegen den Tabellenletzten und bereits abgestiegenen FC Metz kam die „Gym“ nur zu einem 0:0-Unentschieden. Dadurch rutschen die Adler mit 32 Punkten auf den sechzehnten Platz ab und müssen in die Relegation gegen Saint-Étienne. Nizzas Saison hängt somit von einem hochspannenden Hin- und Rückspiel gegen die „Les Verts“ ab, den Gewinner der Ligue-2-Relegation.

Spiel Nantes-Toulouse abgebrochen, Beaujoire-Stadion gestürmt

Der Abend in Nantes endete im Chaos. Der bereits abgestiegene FC Nantes konnte sein letztes Saisonspiel gegen Toulouse nicht einmal beenden. Die Partie wurde beim Stand von 0:0 unterbrochen und schließlich endgültig abgebrochen, nachdem Nantes-Anhänger im Beaujoire-Stadion Leuchtraketen geworfen und den Platz gestürmt hatten.

Die Spieler wurden zurück in die Umkleidekabine geschickt, während die Polizei den Platz absperrte. Dieses alptraumhafte Saisonende bedeutete zugleich den schmerzhaften Abschied von Vahid Halilhodzic, der von den Szenen im Stadion von Nantes tief betroffen war.

Auch in Nizza kam es nach dem Schlusspfiff zu Spannungen.

Auch in Nizza kochten die Frustrationen nach dem Unentschieden gegen Metz über. Das 0:0, das ein Relegationsspiel gegen Saint-Étienne bedeutete, sorgte für ein angespanntes Ende des Abends in der Allianz Riviera. Nach dem Schlusspfiff kam es zudem zu einem Platzsturm, inmitten einer Atmosphäre der Wut und Enttäuschung im Gym (Nizzas Spitzname).

Aus sportlicher Sicht darf sich Nizza keine Fehler mehr erlauben. Der Klub von der Côte d'Azur kämpft nun gegen Saint-Étienne um den Klassenerhalt – ein Duell, das bereits jetzt ein hitziges Spiel verspricht.

Straßburg gegen Monaco, das verrückte Spiel. OM in der Europa League

Anderswo bot der Abend ein wahres Spektakel. Straßburg gewann ein verrücktes Spiel gegen Monaco mit 5:4, nachdem sie 1:4 zurückgelegen hatten. Marseille schlug Rennes im Vélodrome mit 3:1 – ein wichtiges Ergebnis, das Marseille einen Platz in der Europa League sichert. Brest und Angers trennten sich 1:1. Im Pariser Derby feierte der FC Paris einen prestigeträchtigen 2:1-Sieg gegen den bereits als Meister feststehenden PSG dank eines Doppelpacks von Alimani Gory in der Schlussphase.