Die jüngsten Äußerungen von Xavi Hernández haben eine hitzige Kontroverse um die Nicht-Rückkehr von Lionel Messi beim FC Barcelona. In einem Interview mit der spanischen Tageszeitung La VanguardiaDer ehemalige Trainer des Vereins behauptet, die Rückkehr des Weltmeisters von 2022 sei beinahe beschlossene Sache gewesen, bevor sie letztendlich vom Vereinspräsidenten Joan Laporta verhindert wurde.
Laut Xavi Hernández begannen die Gespräche mit Lionel Messi kurz nach Argentiniens Sieg bei der Weltmeisterschaft 2022 in Katar. Der Trainer erklärte, er habe persönlich mit dem Stürmer gesprochen und dessen aufrichtigen Wunsch gespürt, zu dem Verein zurückzukehren, bei dem er den Großteil seiner Karriere verbracht hatte.
Eine Rückkehr, die bereits als beschlossene Sache galt.
In seinen Aussagen behauptet Xavi Hernández, dass die Verhandlungen Anfang 2023 sehr weit fortgeschritten waren. Er erklärt, dass Lionel Messi begeistert von einer Rückkehr zum FC Barcelona war und dass die sportlichen und finanziellen Voraussetzungen für einen erfolgreichen Abschluss des Transfers gegeben schienen.
Der ehemalige Barça-Trainer ging sogar noch weiter und deutete an, dass die Situation so weit fortgeschritten sei, dass eine schnelle Verpflichtung in Betracht gezogen werden könne. Laut seinen Angaben hätten Kontakte zum Umfeld des Spielers sowie zu seinem Vater und Berater Jorge Messi Fortschritte in Richtung einer Einigung ermöglicht.
Xavi gibt grünes Licht von La Liga
Ein weiterer wichtiger Punkt, den Xavi Hernández ansprach, betrifft die regulatorische Situation des Vereins. Er erklärte, dass die spanischen La-Liga-Behörden dem Transfer grundsätzlich zugestimmt hätten.
Seinen Angaben zufolge ermöglichten die Gespräche die Findung einer Formel, die mit den finanziellen Zwängen des katalanischen Klubs vereinbar war und die Rückkehr von Lionel Messi aus administrativer und wirtschaftlicher Sicht plausibel machte.
Joan Laporta wird vorgeworfen, die Operation blockiert zu haben
Die brisanteste Enthüllung betrifft Joan Laportas endgültige Entscheidung. Xavi Hernández behauptet, dass es der Präsident des FC Barcelona war, der die Rückkehr des argentinischen Spielers letztendlich ablehnte.
Seinen Aussagen zufolge befürchtete Joan Laporta, dass Lionel Messis Rückkehr interne Konflikte auslösen und das Machtgleichgewicht im Verein stören könnte. Xavi Hernández erklärt, der Präsident habe ihm sogar anvertraut, dass Lionel Messis Ankunft eine Art von Unruhe auslösen könnte. " Krieg " innerhalb des Managements.
Eine Entscheidung, die auch die Beziehung zwischen Xavi und Messi beeinflusst hätte.
Xavi Hernández räumte außerdem ein, dass diese Situation seine persönliche Beziehung zu Lionel Messi vorübergehend beeinträchtigt habe. Der Stürmer glaubte Berichten zufolge, dass der Trainer eine Mitschuld an seiner verzögerten Rückkehr trage.
Im Laufe der Zeit haben die beiden ehemaligen Teamkollegen die Situation jedoch aufgeklärt und ihr Verhältnis hat sich beruhigt.
Ein nach wie vor heikles Thema beim FC Barcelona
Diese Enthüllungen erfolgen einige Jahre nach Lionel Messis Abschied vom FC Barcelona im Jahr 2021, offiziell aus finanziellen Gründen. Nach zwei Spielzeiten bei Paris Saint-Germain entschied sich der Argentinier schließlich für einen Wechsel zu Inter Miami im Jahr 2023.
Die heutigen Äußerungen von Xavi Hernández stellen die damals vorgelegte offizielle Version in Frage und entfachen eine neue Kontroverse unter den Anhängern des katalanischen Klubs über die wahren Gründe für das Scheitern der Rückkehr der argentinischen Legende.