Nach dem Einspruch des senegalesischen Fußballverbands beim Internationalen Sportgerichtshof (CAS) gegen die Entscheidung des CAF, Marokko das Finale kampflos zuzusprechen, spitzt sich der Konflikt zu. Am Vorabend des für Samstag im Stade de France angesetzten Freundschaftsspiels Senegal gegen Peru behauptet der marokkanische Anwalt Mourad Elajouti, Maßnahmen ergriffen zu haben, um eine öffentliche Präsentation der AFCON-Trophäe in Saint-Denis zu verhindern.
Eine marokkanische Gegenoffensive nach der senegalesischen Pressekonferenz
Wenige Stunden nach der Pressekonferenz des senegalesischen Fußballverbands und seines Anwaltsteams in Paris, auf der sie ihre Berufung vor dem Internationalen Sportgerichtshof (CAS) erläuterten, reagierte Marokko mit einer in den sozialen Medien verbreiteten Rechtserklärung. Der senegalesische Fußballverband (FSF), unterstützt von einem Team internationaler Anwälte, beabsichtigt, die Entscheidung vom 17. März aufheben zu lassen, während der CAS die Registrierung der Berufung am 25. März offiziell bestätigte.
Mourad Elajouti, der von mehreren marokkanischen Medien als Präsident des Anwaltsclubs in Marokko vorgestellt wurde, veröffentlichte zunächst einen Text, in dem er das verteidigte, was er als das Ende eines "Schlägerei" auf afrikanischen Spielfeldern, bevor man in der Trophäenfrage eine härtere Linie verfolgt.
Die Veranstaltungen im Stade de France und bei GL wurden offiziell angekündigt.
Berichten zufolge wurden zwei offizielle Mitteilungen an die Betreibergesellschaft des Stade de France und an die GL Events Group, den neuen Betreiber des Stadions im Rahmen der vom französischen Staat erteilten Konzession, versandt. Die offizielle Website des Stade de France bestätigt zudem, dass das Spiel Senegal gegen Peru am 28. März um 17:00 Uhr stattfinden wird.
Der marokkanische Anwalt argumentiert, dass jede Pokalübergabe auf einem Titel basieren würde, der Senegal von den Sportbehörden aberkannt wurde, und dass die an der Veranstaltung beteiligten Organisationen haftbar gemacht werden könnten. Zum jetzigen Zeitpunkt hat der Internationale Sportgerichtshof (CAS) noch keine Entscheidung getroffen, die die Entscheidung des Afrikanischen Fußballverbands (CAF) außer Kraft setzt.
Eine Trophäe, die nach wie vor im Mittelpunkt des Streits zwischen Marokko und Senegal steht.
Der Streit entzündete sich an der Entscheidung des CAF-Berufungsausschusses vom 17. März, der Senegal die Teilnahmeberechtigung am Finale des Afrika-Cups 2025 in Marokko aberkannte und das Ergebnis des Spiels mit 3:0 für den marokkanischen Fußballverband bestätigte. Senegal sieht sich jedoch weiterhin als sportlichen Sieger und hält an seinem Plan fest, den Pokal während des Spiels gegen Peru im Stade de France den Fans zu überreichen.
In seiner Stellungnahme präzisiert der Internationale Sportgerichtshof (CAS), dass der senegalesische Fußballverband (FSF) nicht nur die Aufhebung der CAF-Entscheidung beantragt, sondern auch die Anerkennung als Gewinner des Afrika-Cups (AFCON). Der CAS fügt hinzu, dass derzeit kein genauer Zeitplan festgelegt werden kann, insbesondere da der FSF die vollständige Begründung der CAF-Entscheidung verlangt.
Die rechtlichen Gründe, die zur Beschlagnahme der Trophäe angeführt wurden
Herr Elajouti beruft sich auf Artikel 835 der Zivilprozessordnung, um eine offenkundig rechtswidrige Störung zu charakterisieren, auf Artikel 1240 des französischen Zivilgesetzbuches, um einen möglichen Schadensersatzanspruch zu begründen, und auf Artikel 1961 des französischen Zivilgesetzbuches, um im Eilverfahren die gerichtliche Beschlagnahme der Trophäe zu beantragen, da es sich um strittiges Eigentum handele. Diese drei Rechtsquellen existieren tatsächlich im französischen Recht und entsprechen den Befugnissen des Richters im Eilverfahren, der außervertraglichen zivilrechtlichen Haftung und der gerichtlichen Verwahrung strittiger beweglicher Sachen.
Aktuell bleibt die Angelegenheit aufgrund zweier unterschiedlicher Zeiträume ausgesetzt: dem unmittelbaren Zeitrahmen des Spiels Senegal gegen Peru im Stade de France und einer möglichen Pokalübergabe sowie dem längerfristigen Zeitrahmen des Schiedsverfahrens vor dem Internationalen Sportgerichtshof (CAS). Derweil wird der Streit um den Afrika-Cup 2025 weiterhin vor Gericht und in der öffentlichen Debatte ausgetragen.