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40 Millionen Dollar für ein „Ja“: FIFA setzt ihre 211 Mitgliedsverbände unter Druck

40 Millionen Dollar für ein „Ja“: FIFA setzt ihre 211 Mitgliedsverbände unter Druck
40 Millionen Dollar für ein „Ja“: FIFA setzt ihre 211 Mitgliedsverbände unter Druck

Die FIFA treibt ihr umstrittenstes Projekt der letzten Jahre voran. Nachdem die Gründung einer neuen Gesellschaft zur Gewinnung privater Investoren bestätigt wurde, hat der von Gianni Infantino geführte Weltverband allen 211 Mitgliedsverbänden eine Frist zur Abstimmung gesetzt. Wer dem Plan zustimmt, erhält eine Prämie von bis zu 40 Millionen US-Dollar.

Eine Entscheidung wird vor dem 19. September erwartet.

Die 211 nationalen Verbände, die der FIFA angehören, haben nun bis zum 19. September Zeit, ihre endgültige Entscheidung bekanntzugeben. Jeder Verband muss angeben, ob er die geplante Gründung von FIFA Forward Enterprise akzeptiert, einem neuen Wirtschaftsunternehmen, das mit der Entwicklung und dem Management der wirtschaftlichen Aktivitäten im Zusammenhang mit FIFA-Wettbewerben und -Veranstaltungen beauftragt ist. Dieses Unternehmen würde einen Teil seines Kapitals privaten Investoren öffnen, um die kommerzielle Entwicklung des Weltverbandes zu beschleunigen.

Den Verbänden, die das Projekt genehmigen, wird ein unerwarteter Geldsegen versprochen.

Um möglichst viele Verbände zu überzeugen, bietet die FIFA einen erheblichen finanziellen Anreiz. Verbände, die für das Projekt stimmen, könnten im Rahmen des nächsten Entwicklungszyklus bis zu 40 Millionen US-Dollar (ca. 35 Millionen Euro) erhalten. In einem Schreiben an die Verbände erklärt Gianni Infantino, dass dieser neue Fonds in Höhe von 10 Milliarden US-Dollar ab dem 1. Januar 2027 zur Verfügung stehen würde, sofern das Projekt angenommen wird. Sollten die Verbände diese Reform jedoch ablehnen, würden sie im aktuellen System des FIFA-Forward-Programms verbleiben, dessen Entwicklungsbudget auf 2,7 Milliarden US-Dollar begrenzt ist.

Ein Projekt im Wert von 20 Milliarden Dollar

Die künftige FIFA Forward Enterprise hätte einen Wert von 20 Milliarden US-Dollar bzw. rund 17,5 Milliarden Euro. Durch den Einstieg eines Minderheitsinvestors könnte die FIFA sofort 4,2 Milliarden US-Dollar einnehmen und gleichzeitig die Kontrolle über die Struktur behalten. Laut den den Verbänden vorgelegten Prognosen würde diese neue Organisation die Einnahmen aus FIFA-Wettbewerben und kommerziellen Aktivitäten in den kommenden Jahren deutlich steigern.

Ein starker Protest im Weltfußball

Seit der offiziellen Ankündigung des Projekts hat die Kritik zugenommen. Mehrere Funktionäre und Verbände befürchten, dass ein Teil der kommerziellen Aktivitäten der FIFA einem Unternehmen anvertraut wird, das für privates Kapital offen ist. Gegner befürchten eine stärkere Ausrichtung der Führung auf finanzielle Interessen sowie die Gefahr einer Spaltung zwischen den größeren Verbänden, die voraussichtlich stärker von dem System profitieren werden, und den kleineren.

Ein amerikanischer Fonds an vorderster Front

Die FIFA hat bestätigt, dass der Investmentfonds Thrive Eternal die Investorengruppe anführen wird, die Anteile an dem neuen Unternehmen erwerben soll. Geleitet wird der Fonds von Joshua Kushner, einem US-amerikanischen Unternehmer, dessen Bruder Jared Kushner mit Ivanka Trump, der Tochter des US-Präsidenten, verheiratet ist. Donald TrumpDie kommenden Wochen werden entscheidend sein. Bis zum 19. September müssen die 211 Verbände entscheiden, ob sie am aktuellen Modell festhalten oder diese tiefgreifende wirtschaftliche Transformation annehmen, die die finanzielle Funktionsweise des Weltfußballs dauerhaft verändern könnte.

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