Fast 20 Teilnehmer aus aller Welt prallten am Mittwoch in den Straßen von Buñol auf Tomaten, um die berühmte Tomatina zu feiern. Eine Stunde lang flogen 000 Tonnen überreife Früchte durch die Luft und verwandelten die spanische Kleinstadt in ein riesiges rotes Bad. Kleidung, Gesichter und Haare waren mit Brei bedeckt, während die Musik der Party das Flair einer Open-Air-Rave verlieh.
Eine Edition im Zeichen von Therapie und Politik
Diese 80. Ausgabe stand unter dem Motto „Tomaterapia“ und würdigte die Widerstandsfähigkeit von Buñol, das 2024 von schweren Überschwemmungen heimgesucht wurde. Die Tradition, die 1945 als spontaner Kampf zwischen Kindern begann, hat sich zu einer weltweiten Attraktion entwickelt, die nur durch die Covid-19-Pandemie unterbrochen wurde. Doch in diesem Jahr nahm die Veranstaltung auch eine politische Dimension an: Eine linke Partei unterstützte die Initiative der Einwohner, palästinensische Flaggen und ein Banner gegen den israelischen Krieg im Gazastreifen zu schwenken.
Um Skeptiker zu beruhigen, weisen die Organisatoren darauf hin, dass die verwendeten Tomaten nicht für den menschlichen Verzehr geeignet seien und eigens für diesen Anlass angebaut würden. Am Ende der Schlacht signalisierte ein Kanonenschuss den Waffenstillstand. Die Teilnehmer eilten anschließend zu den Gemeinschaftsduschen, während die Straßen vom klebrigen roten Teppich gereinigt wurden, den die Feier hinterlassen hatte.