Prinz Harry: „Vater zu werden zwang mich, mich mit etwas auseinanderzusetzen, das ich schon lange mit mir herumgetragen habe.“
Prinz Harry: „Vater zu werden zwang mich, mich mit etwas auseinanderzusetzen, das ich schon lange mit mir herumgetragen habe.“

Während seines Aufenthalts in Melbourne sprach Prinz Harry auf einer Veranstaltung zum Thema psychische Gesundheit von Männern und Elternschaft. Vor einem Publikum aus Fachleuten, Vätern und Persönlichkeiten aus der Welt des Sports teilte der Herzog von Sussex seine persönlichen Erfahrungen mit den tiefgreifenden Veränderungen, die er durch die Geburt seines Kindes erlebte.

Harry erklärte, dass er schon vor der Geburt seiner Kinder Archie und Lilibet wusste, dass er sich einem Teil seiner Vergangenheit stellen musste. Er berichtete, er habe eine Therapie begonnen, um zu verhindern, dass seine persönlichen Wunden sein Familienleben und seine Rolle als Vater beeinträchtigten, und erklärte: „Vater zu werden zwang mich, mich mit dem auseinanderzusetzen, was ich schon lange mit mir herumgetragen hatte.“. Sein Ziel sei es, sagte er, Vater zu werden, wenn er in bestmöglicher Verfassung sei, mit größerer emotionaler Stabilität.

Der eindrücklichste Teil seiner Rede betraf das Gefühl der Entfremdung, das er nach eigenen Angaben zu Beginn der Vaterschaft empfand. Harry schilderte eine intime Erfahrung, die von Persönlichkeiten seines Formats selten öffentlich thematisiert wird: die eines Vaters, der die Schwangerschaft, die Geburt und die Ankunft des Kindes zwar mit Liebe, aber auch mit einer gewissen Distanz und Verwirrung beobachtet.

Eine klare Botschaft an die Männer: Sprecht euch aus, anstatt euch zu verschließen.

Prinz Harry richtete anschließend einen direkten Appell an Väter und werdende Väter. Seine Botschaft war einfach: Isolieren Sie sich nicht und machen Sie sich keine Vorwürfe, wenn Sie sich überfordert fühlen. Seiner Meinung nach konfrontiert die Elternschaft Männer mit Gefühlen, die sie manchmal nie gelernt haben zu erkennen oder auszudrücken.

Zur Erinnerung: Studien zeigen, dass viele frischgebackene Väter während der Schwangerschaft ihrer Partnerin oder in den Monaten nach der Geburt nie nach ihrem psychischen Zustand gefragt werden. Ein erheblicher Anteil von ihnen berichtet zudem, sich im ersten Jahr der Elternschaft einsamer, verletzlicher oder weniger vorbereitet gefühlt zu haben, als sie es sich vorgestellt hatten.

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