Villeurbanne: Zwei Männer wurden an einem Drogenumschlagplatz angeschossen und verletzt, ihr Zustand ist kritisch.
Villeurbanne: Zwei Männer wurden an einem Drogenumschlagplatz angeschossen und verletzt, ihr Zustand ist kritisch.

Am Samstagabend ereignete sich in Villeurbanne, in der Metropolregion Lyon, eine weitere Schießerei im Zusammenhang mit Drogenhandel. Zwei Männer im Alter von 21 und 26 Jahren wurden im Stadtteil Verlaine-Tolstoï, der seit Jahren als Drogenumschlagplatz gilt, durch Schüsse verletzt.

Der Vorfall ereignete sich kurz vor Mitternacht. Ersten Erkenntnissen zufolge näherten sich zwei Personen auf Elektrorollern den Opfern, bevor einer von ihnen mehrmals das Feuer eröffnete. Die Täter flüchteten unmittelbar nach der Schießerei und wurden auch am Sonntag noch gesucht.

Ein Opfer kämpft um sein Leben.

Die Rettungskräfte waren schnell vor Ort, um die beiden Verletzten zu versorgen. Einer wurde in den Oberschenkel, der andere in den Bauch geschossen. Sein Zustand ist äußerst ernst, er schwebt in Lebensgefahr.

Laut einer Polizeiquelle ist eines der Opfer der Polizei bereits bekannt. Die Ermittler konzentrieren sich auf die Theorie einer drogenbedingten Abrechnung, prüfen aber in diesem Ermittlungsstadium noch alle Möglichkeiten.

Ein Klima der Gewalt, das die Behörden beunruhigt

Als Reaktion auf diesen erneuten Gewaltausbruch kündigte die Präfektur Rhône den Einsatz einer Bereitschaftspolizeieinheit in dem betroffenen Viertel an, um die Polizeipräsenz zu verstärken und das Gebiet abzusichern. Die Ermittlungen zur Identifizierung der Täter dauern an.

In einer Stellungnahme verurteilte der sozialistische Bürgermeister von Villeurbanne, Cédric Van Styvendael, den Vorfall als weiteres Beispiel für die zunehmende Drogenkriminalität im Großraum Lyon. Dieser Vorfall ereignet sich inmitten mehrerer Schießereien und Racheakte, die die Region in den letzten Monaten heimgesucht und bei Anwohnern und lokalen Behörden Besorgnis ausgelöst haben.

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