Frau bei heftigem Sturm in der Nähe von Mailand von umstürzendem Baum getötet
Frau bei heftigem Sturm in der Nähe von Mailand von umstürzendem Baum getötet

Ein heftiger Sturm hat am Sonntag Norditalien heimgesucht und eine 63-jährige Frau in der Stadt Robecchetto con Induno westlich von Mailand getötet. Nach Angaben der örtlichen Feuerwehr wurde das Opfer auf dem Rückweg von einem Spaziergang von einem umstürzenden Baum tödlich verletzt. Zwei weitere Personen, die mit ihr unterwegs waren, wurden bei dem Vorfall verletzt und ins Krankenhaus gebracht.

Der Sturm, der mehrere Tage intensiver Hitze folgte, richtete in der Region große Schäden an. Die Rettungsdienste berichteten, dass sie bereits rund fünfzig Notrufe bearbeitet hätten, weitere 37 seien am Nachmittag noch im Einsatz. Hauptursachen für die Notrufe waren umsturzgefährdete Bäume, überflutete Keller und Gaststätten sowie von besonders heftigen Windböen abgerissene Werbetafeln.

Die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtet, dass auch andere Regionen im Norden und in der Mitte des Landes von ähnlichen Phänomenen betroffen seien. In Venetien trafen schwere Regenfälle die Gebiete um Belluno und Vicenza. Auch in der Toskana wurden durch die Wucht des Windes mehrere Bäume umgerissen.

Während im Norden Unwetter wüteten, herrschte in Süditalien weiterhin drückende Hitze mit Temperaturen von fast 30 °C, insbesondere in Rom. Diese meteorologische Instabilität verdeutlicht die ausgeprägten klimatischen Gegensätze, die das Land derzeit betreffen.

Der Vorfall ist Teil einer frühen Hitzewelle, die Europa seit mehreren Tagen heimsucht. Die Behörden haben bereits mindestens acht Todesfälle im Zusammenhang mit den extremen Bedingungen auf dem gesamten Kontinent registriert. Dies unterstreicht einmal mehr den zunehmenden Einfluss des Klimawandels auf die Häufigkeit und Intensität von Wetterereignissen.