Eine Pariser Kindergärtnerin wurde wegen sexuellen Missbrauchs von drei Kindern angeklagt.
Eine Pariser Kindergärtnerin wurde wegen sexuellen Missbrauchs von drei Kindern angeklagt.

Ein Jugendbetreuer eines Pariser Kindergartens wurde wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch dreier Kinder angeklagt. Der Mann steht unter richterlicher Aufsicht; die Ermittlungen zu den mutmaßlichen Straftaten an der Einrichtung, wo er in der Nachmittagsbetreuung tätig war, laufen.

Dieser neue Fall ereignet sich inmitten eines ohnehin schon äußerst angespannten Klimas rund um die Nachmittagsbetreuung in Paris. Seit mehreren Monaten häufen sich Beschwerden und Anzeigen gegen Betreuer an verschiedenen Schulen der Stadt. Laut kürzlich veröffentlichten Zahlen wurden seit 2025 in Paris Dutzende Mitarbeiter wegen des Verdachts auf körperlichen oder sexuellen Missbrauch von Minderjährigen suspendiert.

Der Skandal um die Nachmittagsbetreuung breitet sich weiter aus

In mehreren Pariser Bezirken laufen derzeit vermehrt gerichtliche Ermittlungen. Eltern, die sich in Gruppen organisiert haben, prangern die mangelnde Reaktion der Behörden und Mängel im Meldeverfahren an. Mehrere Familien werfen der Stadt Paris zudem vor, trotz vorheriger Warnungen nur zögerlich bestimmte Angestellte suspendiert zu haben.

Angesichts des Ausmaßes des Skandals hat das Pariser Rathaus in den letzten Monaten mehrere Maßnahmen zur Stärkung der Kontrollen und Präventionsmaßnahmen im Bereich der außerschulischen Aktivitäten angekündigt. Die Pariser Staatsanwaltschaft führt weiterhin zahlreiche Ermittlungen zu mutmaßlichen Fällen sexueller Gewalt in den Vorschulen der Hauptstadt, während Kinderschutzorganisationen strengere Einstellungs- und Überwachungsverfahren für Personal fordern, das mit Minderjährigen arbeitet.

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