Ein Polizeieinsatz eskalierte in der Nacht von Samstag auf Sonntag bei einer illegalen Rave-Party in Monteneuf, Präfektur Morbihan, zu Gewalt. Laut Präfekturangaben wurden drei Bereitschaftspolizisten bei Auseinandersetzungen am Rande der Veranstaltung verletzt, eine Person wurde festgenommen.
Die per Präfekturerlass verbotene Versammlung brachte mehrere Hundert Teilnehmer in einem abgelegenen Gebiet zusammen. Laut Behördenangaben kam es bei den ersten Versuchen der über Nacht eingesetzten Gendarmen, das Gelände zu sichern, zu Spannungen.
Eine großangelegte Evakuierungsaktion wurde von der Präfektur eingeleitet.
Da die Feier trotz behördlicher Anordnungen weiterging, ordnete der Präfekt von Morbihan am Sonntagabend die vollständige Räumung des Geländes an. Ein Einsatz mit rund 80 Gendarmen zur Auflösung der Feier und zur Durchführung verschiedener Kontrollen vor Ort war noch im Gange.
Die Präfektur teilt mit, dass bereits mehrere Bußgelder verhängt und Gegenstände beschlagnahmt wurden, insbesondere wegen Drogenbesitzes und verschiedener Delikte im Zusammenhang mit der Organisation dieser illegalen Versammlung. Die Polizei hat außerdem damit begonnen, Fahrzeuge in der Nähe der Rave-Party zu kontrollieren.
Freie Parteien bleiben unter strenger Beobachtung.
Underground-Techno-Veranstaltungen stehen seit Jahren unter besonders strenger Beobachtung der französischen Behörden, insbesondere nach mehreren tödlichen Unfällen und Zwischenfällen bei früheren Free-Partys. Die Präfekten haben nun erweiterte Befugnisse, diese Veranstaltungen zu verbieten und Musikanlagen zu beschlagnahmen.
Die Festivals ziehen trotz rechtlicher Risiken und Polizeipräsenz weiterhin große Menschenmengen an. Die Veranstalter prangern regelmäßig übermäßige Repressionen an, während die Behörden Sicherheitsbedenken, Gesundheitsrisiken und die Beeinträchtigungen der Anwohner betonen.
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