Die Präfektur Seine-Saint-Denis hat die Chanteloup-Moschee in Aulnay-sous-Bois für sechs Monate unter Verschluss gehalten. Die Behörden werfen den Imamen und mehreren eingeladenen Rednern vor, zu Gewalt, Hass und Diskriminierung aufgerufen und Terrorismus verherrlicht zu haben. Die Entscheidung erfolgte auf Grundlage von Artikel L. 227-1 des französischen Gesetzes zur inneren Sicherheit.
Laut Präfektur tragen die in den Gotteshäusern gehaltenen Predigten sowie die von einigen religiösen Führern in sozialen Medien verbreiteten Inhalte zur Verbreitung einer radikal-islamistischen Ideologie bei. Die Behörden sind der Ansicht, dass bestimmte Reden die Rhetorik terroristischer Organisationen widerspiegeln, den Dschihad legitimieren und das Märtyrertum verherrlichen, was die behördliche Schließung rechtfertigt.
Predigten und Online-Inhalte in Frage gestellt
Die Präfektur erwähnt auch die Interventionen von externen Predigern, die in die Moschee eingeladen wurden. Unter anderem wird ein Video angeführt, das vor einigen Monaten im sozialen Netzwerk X veröffentlicht wurde. Darin ermutigt ein Imam, der mindestens einen Vortrag in der Moschee gehalten hatte, Eltern, ihre Kinder ab elf Jahren zu schlagen, wenn diese nicht beteten.
Bislang hat sich kein Vertreter der Moschee öffentlich zu dieser Entscheidung geäußert. Die Schließung ist Teil der Maßnahmen der Behörden zur Bekämpfung von Äußerungen, die als Förderung von Radikalisierung und Verherrlichung des Terrorismus in bestimmten Gebetsstätten gelten.
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