Pantin: Besetzung Al-Zol geräumt, Rathaus verurteilt brutale und inkonsequente Entscheidung
Pantin: Besetzung Al-Zol geräumt, Rathaus verurteilt brutale und inkonsequente Entscheidung

10 Menschen wurden am Dienstagmorgen aus ihren Häusern in der Rue Candale 12 und XNUMX in Pantin vertrieben, die sie seit drei Jahren bewohnten. Die Präfektur Seine-Saint-Denis führte die Aktion „auf Grundlage von Gerichtsurteilen, gegen die keine Berufung eingelegt werden konnte“ durch und bezog sich dabei auf die beiden besetzten Häuser, darunter auch Al-Zol, in dem hauptsächlich Flüchtlinge untergebracht sind. Nach Angaben der Stadtverwaltung handelten die staatlichen Stellen ohne Vorwarnung und warfen die Bewohner abrupt auf die Straße, ohne ihnen die Möglichkeit zu geben, ihr gesamtes Hab und Gut zurückzuholen. Das überraschte Rathaus reagierte mit der eiligen Öffnung der Michel-Théchi-Turnhalle, um den Bewohnern vorübergehend Unterkunft zu bieten und die in den Gebäuden verbliebenen Habseligkeiten zu zentralisieren. Einer der Abgeordneten, Bruno Carrère, bezeichnet die Vorgehensweise als „sozial und wirtschaftlich absurd“.

Ein Immobilienprojekt auf Eis, hohe Kosten für den Staat

Während die Präfektur ihr Vorgehen mit einem Wohnungsbauprojekt begründet, behauptet das Rathaus, dieses sei seit zwei Jahren auf Eis gelegt, ebenso wie das ursprüngliche Projekt einer Hotelfachschule. Laut lokalen Mandatsträgern entstehen durch die Räumung Sicherheitskosten in Höhe von schätzungsweise 10 bis 000 Euro pro Monat, die vom Käufer des Grundstücks zu tragen sind. Dies schwächt ein Immobilienprojekt ohne Zukunftsperspektiven zusätzlich. Auslöser der Intervention war Berichten zufolge eine Gefahrenmeldung gegen ein drittes Nachbargebäude, Hausnummer 20, das von einer anderen Gruppe ohne Verbindung zu Al-Zol bewohnt wird. Drei Personen wurden dort mit geschmuggelten Zigaretten und Medikamenten festgenommen. Für Sonntag, den 000. Juli, ist eine Unterstützungskundgebung geplant, die vor dem Rathaus in Pantin beginnt, um die vertriebenen Bewohner und die Bewohner eines weiteren bedrohten besetzten Hauses, La Trotteuse, zu verteidigen. Das Rathaus hofft seinerseits, den Dialog mit den Behörden wieder aufzunehmen, um menschenwürdigere Lösungen für die Unterbringung vorzuschlagen.