Erneut tödliche Schießerei in einem Unruhegebiet von Nantes
Erneut tödliche Schießerei in einem Unruhegebiet von Nantes

Ein 15-jähriger Junge wurde am Donnerstagabend im Stadtteil Port-Boyer von Nantes bei einem bewaffneten Angriff erschossen. Zwei weitere Personen wurden leicht verletzt. Die Schießerei ereignete sich gegen 19:30 Uhr in der Nähe eines bekannten Drogenumschlagplatzes. Ersten Ermittlungsergebnissen zufolge waren die Angreifer auf einem Zweirad unterwegs und flüchteten nach den Schüssen.

Das Opfer starb noch am Tatort an den Folgen eines Brustschusses. Zwei weitere Jugendliche im Alter von 13 und 14 Jahren wurden laut mehreren Medienberichten ins Krankenhaus eingeliefert. Einer von ihnen erlitt demnach besonders schwere Verletzungen. Die Staatsanwaltschaft geht von einer drogenbedingten Auseinandersetzung aus, die in einem Gebiet stattfand, das seit Jahresbeginn bereits von mehreren bewaffneten Gewalttaten heimgesucht wurde.

Ein Viertel, das bereits von jüngster Gewalt betroffen ist

Ende April hatte bereits ein weiterer Schusswaffenangriff in demselben Viertel von Nantes das Leben eines jungen Mannes gefordert. In den vergangenen Monaten hatte die Polizei dort mehrere Einsätze durchgeführt, um den Einfluss von Drogenhändlerringen einzudämmen. Laut lokalen Quellen wäre dies der 26. Schusswaffenangriff in Nantes seit Januar.

Die Bürgermeisterin von Nantes, Johanna Rolland, verurteilte das Ereignis als „absolute Tragödie“ und forderte ein entschiedeneres Vorgehen des Staates. Innenminister Laurent Nuñez wird voraussichtlich am Freitagmorgen den Unglücksort besuchen. Die Polizei hat in der Region einen Großeinsatz gestartet.

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