Montreuil: Eine Frau, die in einer brennenden Wohnung eingeschlossen ist, springt aus dem dritten Stock und stirbt.
Montreuil: Eine Frau, die in einer brennenden Wohnung eingeschlossen ist, springt aus dem dritten Stock und stirbt.

In den frühen Morgenstunden des Samstags ereignete sich in Montreuil, in der Allée Gustave Courbet, eine Tragödie. In einem Mehrfamilienhaus wurden die Bewohner plötzlich durch laute Stimmen und den stechenden Geruch von Rauch geweckt. Laut einer Polizeiquelle soll ein 50-jähriger Mann nach einem Streit seine Wohnung in Brand gesetzt und seine 45-jährige Partnerin darin eingeschlossen haben. Als die Nachbarn bemerkten, dass etwas nicht stimmte, war es bereits spät. Sehr spät.

Gegen 00:40 Uhr drangen laut einer Nachbarin die Geräusche eines Streits, der sich im ganzen Gebäude wiederholte, durch die Wände. Dann quoll Rauch aus der Tür. Die Zeugin klopfte eindringlich. Drinnen antwortete ein Mann, er würde nicht herauskommen. In solchen Situationen hofft man immer, dass sich die Lage beruhigt, dass sich irgendwann eine Tür öffnet, dass ein Erwachsener die Situation in die Hand nimmt. Diesmal jedoch nicht.

Hinter der Tür: Panik und eine Sackgasse

Hinter der Tür: Panik und Ausweglosigkeit. Die Frau war in einem Zimmer eingeschlossen, wie aus den am Tatort gesammelten Informationen hervorgeht. „Er hat die Schlüssel genommen, ich komme nicht raus!“, rief sie laut Zeugenaussagen aus dem Fenster. Nachbarn versuchten vergeblich, die Wohnungstür aufzubrechen. Von Flammen und Rauch eingeschlossen, sah die Frau keinen Ausweg: Sie sprang aus dem dritten Stock. Laut derselben Polizeiquelle wurde sie am Fuße des Gebäudes tot aufgefunden.

Die Pariser Feuerwehr rückte gegen 2:00 Uhr morgens aus und löschte den Brand etwa 45 Minuten später. Rund zehn Löschfahrzeuge waren im Einsatz. Im Inneren wurde der Mann tot aufgefunden, „völlig verkohlt“, wie eine Polizeiquelle mitteilte. Die Pariser Polizeizentrale verwies Anfragen an die Staatsanwaltschaft Bobigny, die sich noch nicht geäußert hatte. Vor Ort richtete die Wohnungsbaugesellschaft Est Ensemble Habitat eine psychologische Betreuungsstelle für die Bewohner ein. Mehrere Nachbarwohnungen wurden an der Fassade beschädigt, und einige Türen waren bereits ausgetauscht worden – ein deutliches Zeichen dafür, dass das Gebäude bereits am frühen Morgen versuchte, sich zu erholen.

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