Diese Woche meldete ein Kryptowährungsinvestor laut einer Polizeiquelle, über Telegram bedroht worden zu sein. Am Mittwochabend, während einer Geschäftsreise in der Schweiz, erhielt er Nachrichten und Anrufe von einer Person, die kein Blatt vor den Mund nahm und sogar fragte: „Wenn ich Ihren Bruder entführe, wie viel Lösegeld zahlen Sie dann?“
Der Ton ist brutal, fast klinisch, als wäre Erpressung zu einer simplen Angelegenheit geworden. Denselben Quellen zufolge erhielt der Geschäftsmann auch Informationen und Fotos von den Häusern seiner Eltern und seines Bruders, was darauf hindeutet, dass die Ausspähung bereits in vollem Gange war.
Wenn Kryptowährungen auch Raubtiere anlocken
Am Donnerstagmorgen gegen 9 Uhr wandte sich der Bruder, der ebenfalls in der Kryptowährungsszene aktiv sein soll, an die Polizei. Im Département Hauts-de-Seine suchten Beamte sowohl die Wohnung des Bruders als auch die der Eltern auf, die sich beide im selben Département befinden, und ermutigten die Betroffenen, Anzeige zu erstatten. Die Staatsanwaltschaft Nanterre hat angesichts wachsender Besorgnis über Erpressung von Kryptowährungsbesitzern und der Angst vor im Land operierenden „Kryptorapts“ Ermittlungen aufgenommen und diese einer spezialisierten Ermittlungseinheit übertragen.
Die Ermittler sind besonders daran interessiert zu verstehen, wie solch präzise persönliche Daten erlangt werden konnten und die Spuren digitaler Kommunikation auszuwerten, denn in diesen Fällen existiert die Bedrohung manchmal nur auf einem Bildschirm… bevor sie überhaupt die Haustür überschreiten will.
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