Die am Donnerstag in einem landwirtschaftlichen Silo in Gers gefundene Leiche wurde als die eines Kindes identifiziert. Die Staatsanwaltschaft gab an, dass das Kind Kleidung trug, die derjenigen von Lyhanna ähnelte, als diese am Freitag, dem 29. Mai, in Fleurance verschwand. Laut Staatsanwaltschaft soll in den kommenden Stunden eine Autopsie durchgeführt werden, um die Leiche formell zu identifizieren.
Etwa fünfzehn Kilometer von Fleurance entfernt wurde eine Leiche entdeckt.
Die Entdeckung erfolgte in einem Silo auf dem Gelände einer Landwirtschaftsfabrik in der Gegend von Puycasquier, etwa fünfzehn Kilometer von Fleurance entfernt. Das Gelände war bereits am Mittwoch im Rahmen der Suche nach der elfjährigen Schülerin untersucht worden.
Lyhannas Familie wurde über den Fund informiert. Richter und spezialisierte Ermittler haben den Fundort aufgesucht, um erste Untersuchungen durchzuführen und die Identifizierung zu beschleunigen.
Die Identität des Kindes wurde noch nicht offiziell bestätigt.
Zum jetzigen Zeitpunkt haben die Behörden noch nicht bestätigt, dass es sich bei der gefundenen Leiche um die von Lyhanna handelt. Das Vorhandensein von Kleidung, die der des jungen Mädchens ähnelt, lässt jedoch kaum Zweifel aufkommen.
Lyhanna wurde zuletzt in einem Auto gesehen.
Die elfjährige Lyhanna wird seit Freitag, dem 29. Mai, vermisst. Zuletzt wurde sie gegen 15 Uhr in der Nähe der Hubert-Reeves-Mittelschule in Fleurance gesehen, die sie besuchte, und anschließend im Auto des Vaters einer Freundin. Ihre Eltern meldeten sie einige Stunden später als vermisst. Der 41-jährige Mann gab an, die Schülerin zum örtlichen Schwimmbad gefahren zu haben. Seine Aussage wurde als unglaubwürdig eingestuft. "inkonsistent und ungenau"Die Hypothese eines Ausreißers wurde schnell verworfen.
Der Hauptverdächtige wurde angeklagt und inhaftiert.
Der Hauptverdächtige wurde einen Tag nach dem Verschwinden des Mädchens festgenommen und am Montagabend formell wegen Entführung und Freiheitsberaubung einer Minderjährigen unter 15 Jahren angeklagt. Er befindet sich in Untersuchungshaft. Er bestreitet jegliche Beteiligung und schwieg während seiner Vernehmung durch den Untersuchungsrichter. Der Verdächtige kannte Lyhanna, da seine Tochter mit dem Mädchen befreundet war. Bereits vor dem Verschwinden wurde gegen ihn wegen einer 2025 eingereichten Anzeige wegen Vergewaltigung eines 10-jährigen Mädchens ermittelt. Eine interne Untersuchung zur Überprüfung des Umgangs mit diesem Fall wurde ebenfalls eingeleitet.
Sechs Tage lang massive Suchaktionen in der Gers-Region
Seit Lyhannas Verschwinden wurden in Fleurance und mehreren Nachbarorten umfangreiche Suchmaßnahmen durchgeführt. Rund 180 Gendarmen, Hundestaffeln, Taucher, Drohnen und ein Hubschrauber waren an den Operationen beteiligt. Wälder, Gewässer, Bäche, Felder und landwirtschaftliche Gebäude wurden durchsucht. Der Fund der Leiche im Silo leitet eine neue Phase der Ermittlungen ein. Identifizierungstests und forensische Untersuchungen müssen nun bestätigen, ob es sich bei der Leiche um Lyhanna handelt und die Umstände ihres Todes klären.