Die Leiche eines Kindes, die in der Region Gers gefunden wurde, ist als die der elfjährigen Lyhanna identifiziert worden. Dies bestätigte eine am Freitag durchgeführte Autopsie. Die Mittelschülerin war am 29. Mai in Fleurance (Département Gers) verschwunden, nachdem sie zuletzt beim Verlassen ihrer Schule gesehen worden war.
Die Autopsie hat noch keine Erklärung für den Tod geliefert.
Die Gerichtsmediziner konnten die Todesursache noch nicht feststellen. Weitere Gutachten wurden angefordert. Die Ermittlungen müssen nun die genauen Umstände und den Zeitpunkt von Lyhannas Tod klären und feststellen, ob forensische Beweise einen formalen Zusammenhang zwischen dem Tod und den untersuchten Ereignissen belegen.
Die Leiche wurde auf einem Bauernhof entdeckt.
Die Leiche wurde am Donnerstag, dem 4. Juni, auf einem Bauernhof in der Gegend von Puycasquier, etwa fünfzehn Kilometer von Fleurance entfernt, gefunden. Sie lag an einem abgelegenen Ort, außerhalb direkter Sichtweite, und die Kleidung stimmte mit der überein, die Lyhanna bei ihrem Verschwinden getragen hatte. Der Fundort wurde abgesperrt, um Spurensicherung und Beweismittelsicherung zu ermöglichen.
Ein bereits angeklagter Verdächtiger
Jérôme BarellaEin 41-jähriger Mann, der Vater einer Freundin von Lyhanna, wurde wegen Entführung und Freiheitsberaubung einer Minderjährigen unter 15 Jahren angeklagt. Er befindet sich in Untersuchungshaft. Das Mädchen war am Tag ihres Verschwindens in sein Fahrzeug gestiegen.
Die Chronologie steht im Mittelpunkt der Untersuchung.
Lyhanna war seit Freitag, dem 29. Mai, gegen 15 Uhr, vermisst, nachdem sie die Hubert-Reeves-Mittelschule in Fleurance verlassen hatte. Ihr Verschwinden wurde noch am selben Abend gemeldet. Eine großangelegte Suchaktion in der Region Gers wurde eingeleitet, bevor ihre Leiche sechs Tage später gefunden wurde.
Die Ermittlungen dauern an.
Die Identifizierung der Leiche beendet die Ungewissheit um Lyhannas Schicksal, nicht aber die Ermittlungen. Weitere Analysen müssen nun die Todesursache klären und den Ermittlern helfen, die letzten Stunden des Kindes zu rekonstruieren.